Henne kam, sah und siegte

Beim auf Karsamstag verlegten Silversterlauf des CVJM Siegen gingen 251 Läuferinnen und Läufer an den Start.
Beim auf Karsamstag verlegten Silversterlauf des CVJM Siegen gingen 251 Läuferinnen und Läufer an den Start.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mit 251 Teilnehmern war die Resonanz beim auf Karsamstag verlegten Silvesterlauf des CVJM Siegen am Samstag an der Obernau eher mäßig.

Netphen..  Es war der „gefühlte Silvesterlauf“ - Sonne, aber eisiger Wind. Sogar den Aktiven - insgesamt nur 251 - war es unterwegs nicht immer warm; „den Wind spürte man überall“, so war nachher bei einem heißen Tee im Vorstart-Bereich zu hören, „man hatte das Gefühl, dass immer Gegenwind herrschte.“

Trotzdem. Es war eine gelungene Veranstaltung, wofür nicht zuletzt 50 fleißige Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Siegerländer CVJM-Vereine sorgten. Doch für die CVJM-Verantwortlichen bleibt die Frage, Silvesterlauf oder Osterlauf. „Geht mal davon aus, dass es auf jeden Fall in diesem Jahr wieder einen Silvesterlauf geben wird“, gab Berthold Stücher, 1. Vorsitzender der CVJM Siegen SG, mit auf den Heimweg, „ob wir später mal auf einen Osterlauf-Termin umsteigen, muss erst noch intensiv im Verein besprochen werden.“

Wie dem auch sei. Die äußeren Bedingungen sprechen sicherlich für die Osterzeit, die ungleich höhere Teilnehmerzahl aber eindeutig für Silvester. Für den Terminkalender 2015 heißt das, es gibt den 38. Silvesterlauf an der Obernau. Doch zunächst fand - zum zweiten Mal nach 2011 - ein Nachhollauf im Frühjahr statt und auch vor vier Jahren mit weniger Teilnehmern. Woran es auch immer liegen mag.

Doch zurück zum Ostersamstag: Auf beiden Langstrecken, über 21,1 km und 10 km, glänzten die Tagessieger mit starken Zeiten. Über die Halbmarathon-Distanz gewann bei seiner Premiere an der Obernau erwartungsgemäß Alexander Henne (geb. Brushinski). Und der 30-jährige Gerlinger Speditionskaufmann freute über seine Zeit von 1:14:16 Stunden, die er sich - auch im Hinblick auf seine Hamburg-Marathon-Vorbereitung am 26. April - vorgegeben hatte. Und das in einem Sololauf von Start bis Ziel, denn die beiden Nächstplatzierten, der Eiserner M45-Sieger Andreas Senner (TuS Deuz) und der in Hünsborn wohnende Radrennfahrer und Triathlet Tobias Lautwein (29/TVE Netphen), konnten ihm mit Zeiten von 1:19:03 und 1:20:25 Stunden, besonders in der zweiten Runde um die Trinkwasser-Talsperre in Brauersdorf, nicht mehr folgen.

Als schnellste Läuferin glänzte die immer stärker werdende Eichenerin Katrin Di Teodoro (W35) in 1:34:15 Stunden mit ebenfalls über fünf Minuten Vorsprung auf Petra Kölsch (ASC Weißbachtal/1:39:45). Insgesamt 66 Dauerläufer begaben sich auf die DLV-vermessene HM-Strecke.

150 waren es über eine Runde, über 10 km. Und da gewann ebenfalls der Favorit. Und der gebürtige Eritreer Yohannes Hailu Atey distanzierte das übrige Feld deutlich. Der 25-Jährige, der sich intensiv auf die Deutsche Halbmarathon-Meisterschaft am 12. April in Husum vorbereitet, siegte in guten 32:25 Minuten; er war damit knapp zwei Minuten schneller als beim Silvesterlauf-Sieg 2013 (34:16 min.).

Nicht lange ließ mit 38:34 Minuten die schnellste Frau des Tages auf sich warten; die 29-jährige gebürtige Fischbacherin Rebekka Otterbach kam gar als Gesamt-Vierte, gemeinsam mit ihrem Freund Manuel Wörmann (beide TuS Deuz), ins Ziel - und wirkte keineswegs „kaputt“.

Recht mager waren die Felder bei den Schülern. Über 600 Meter der U10 starteten 18 und über 3 Kilometer (U12-U16) gar nur Neun, die jeweils überwiegend aus heimischen CVJM-Vereinen kamen.