Handballkrimi gegen Schalke entscheidet

Siegens Luca Kolb (gelbes Trikot) hier gegen den Dortmunder Maximilian Baas,
Siegens Luca Kolb (gelbes Trikot) hier gegen den Dortmunder Maximilian Baas,
Foto: WP

Eiserfeld..  Wer meint, die Relegationsspiele zwischen Karlsruhe und dem HSV seien extrem spannend gewesen, der soll sich mal bei den B-Jugend-Handballern der JSG Eiserfeld-Siegen und Schalke 04 umhören, denn die haben einen wirklichen Krimi um den dritten und letzten Qualifikationsplatz für die Landesliga hingelegt, der erst mit dem letzten Wurf des zweiten Siebenmeterschießens aufgelöst wurde.

Als Sieger des vorherigen Turniers in Recklinghausen hatten die JSG-Schützlinge von Frieder Krause Heimrecht. Das nutzte ihnen aber im ersten Match gegen den ASC Dortmund nichts. „Die waren deutlich stärker“, musste Krause nach dem 5:15 anerkennen.

Chancen vertan

Schon hier deutete sich an, dass die Teams der anderen Vorrunden-Qualifikationsgruppe ein höheres Niveau aufwiesen. Um so wichtiger war, dass gegen die schon zuvor bezwungenen Gegner Sauerland Wölfe (13:7) und PSV Recklinghausen (18:8) erneut Siege errungen werden konnten.

Wie die Siegener gegen die SG Hamm eine Vielzahl großer Chancen ausließen und unnötig mit 10:12 unterlagen, avancierte das finale Match gegen die punktgleichen Schalker zum entscheidenden Duell um den Einzug in die Landesliga. „Es war ein typisches letztes Match eines langatmigen Turniers“, beschrieb Frieder Krause die Szenerie.

Hüben wie drüben wurde meist mit Einzelaktionen der Erfolg gesucht, flüssige Spielzüge waren Mangelware. Beim Abpfiff stand es 10:10, musste deshalb ein Siebenmeter-Werfen über den dritten Platz entscheiden.

Dramatik pur

Nach der ersten Fünfer-Runde hieß es 3:3, weshalb erneut fünf Schützen nominiert werden mussten. Diesmal präsentierten sich die Hausherren nervenstark und verwandelten allesamt. Das galt aber auch für die ersten vier Schützen der Königsblauen. Erst der letzte Wurf war nicht genau genug, prallte vom Pfosten ins Feld zurück und hatte einen Jubelsturm die Spielgemeinschaft zur Folge.

„Wir sind sehr glücklich, es doch gepackt zu haben. Unser Plus war die mannschaftliche Geschlossenheit. Der breite Kader von drei Torhütern und zwölf Feldspielern wird sich auf Landesebene als enorm wichtig erweisen“, resümierte Frieder Krause.