Handball-Trainer nehmen viel mit vom Wissen des Ex-Europameisters

Muskeltraining durch Armdrücken: Für einen „Zug“ wie Ex-Europameister Klaus Dieter Petersen.
Muskeltraining durch Armdrücken: Für einen „Zug“ wie Ex-Europameister Klaus Dieter Petersen.
Foto: Meinolf Wagner

Drolshagen/Siegerland..  Die Weiterbildung für Kinder und Jugendtrainer in Drolshagen mit dem früheren Handball-Nationalspieler Klaus-Dieter Petersen und Kahlid Khan, Trainer des Oberligsten ART Düsseldorf, war ein voller Erfolg und hatte Charme. Zwei unterschiedliche Typen, die mit Herzblut bei der Sache sind. Der Spaß und der Ball standen immer im Mittelpunkt.

Kurz, knackig und intensiv waren die Einheiten. „ Ihr könnt mich ruhig ,Pitti’ nennen“, so Petersen gleich zu Beginn. So wurden Berührungsängste direkt abgebaut und ein lockeres Klima geschaffen.

Jutta Köhler, profunde Handball- Kennerin und Trainerin, hatte die Kontakte zu „Pitti“ Petersen geknüpft: „ Beim Trainer-Seminar der deutschen Trainervereinigung habe ich nachgefragt und Klaus-Dieter Petersen hat sofort zugesagt.“

Spielerische Elemente

Alle wurden im Lehrgang gefordert - die Teilnehmer ebenso wie die Dozenten. Die zweite Frauen-Mannschaft des TuS Drolshagen um das Organisations-Team mit Jan-Hendrik Spies, Manuela Krause, Christian Rahrbach und Christin Breuer hatten schon im Vorfeld für das Seminar ganze Arbeit geleistet. Alle hatten mit anpackt, dass es rund lief.

Ein tolles Buffet rundete die Weiterbildungs-Maßnahme mit 32 Teilnehmern ab. „Handball muss eine Erlebniswelt für die Kinder werden“, stellte Klaus-Dieter Petersen fest. „Spielerische Elemente müssen im Mittelpunkt stehen, dann gibt es unvergessene Erfolgserlebnisse“. Auch den Eltern fällt eine wichtige Rolle zu. „Sie sollen die Kinder unterstützen und die Freude am Handball vermitteln. Sie dürfen die Kleinen nicht überfordern“, bemerkte der Düsseldorfer Khalid Khan.

Erlebnis vor Ergebnis

Schöne Aktionen gemeinsam mit dem Gegner haben. Dazu dienen Mini-Spielfeste, denn hier steht das Spielerlebnis vor dem Spielergebnis. Hier nehmen die Schiedsrichter eine wichtige Rolle ein. „Tradition kann mit Zukunft verknüpft werden“, bemerkte Klaus-Dieter Petersen. „Denn dann kann respektvoller Umgang schon beim Nachwuchs gelebt werden“.

Man konnte die Freude am Geschehen, die in der Wünne herrschte, förmlich spüren. „Fehler sind unsere großen Helfer“, bemerkte der langjährige Kreisläufer des THW Kiel. „Aber das Zauberwort sind die ständigen Wiederholungen, denn nur sie bringen uns weiter“.

Selbst Hand angelegt

Der Parcours mit Pylonen, Bänken, Banden und aufblasbaren Toren mussten aufgebaut werden. Und da legten die beiden Lehrgangsleiter natürlich selbst mit Hand an. Beide gaben sich „volksnah“, sowohl gegenüber den teilnehmenden Kindern aus Drolshagen und Ferndorf als auch gegenüber den Trainern. Aus dem Siegerland, dem Märkischen Kreis und aus dem Olper Raum waren die nach Droshagen gekommen.

Professionell schon der Einstieg in diese Weitbildung. Mit Flipchart und Power-Point-Präsentation wurden die Lehrgangs-Inhalte den vermittelt. Alle wurden durch interessante Fragestellungen immer wieder in die Diskussion eingebunden.

Stillstand gleich Rückschritt

„Solche Fortbildungen sind für jeden Trainer ein Muss, denn Stillstand bedeutet Rückschritt und neue Ideen sind immer gut“, betont Markus Schürhoff, der Lehrwart des Handball-Kreises Lenne-Sieg. „Es ist enttäuschend, dass bei so einem renomierten Trainer mit einer solchen Vita wie bei Klaus-Dieter Petersen nicht mehr gekommen sind“.

Auch die Neunkirchenerin Joana Sartor, zur Zeit verletzte Rückraumspielerin des TuS Drolshagen und Nachwuchs-Trainerin beim TV Neunkirchen, zeigte sich angetan von den Inhalten und den praktischen Elementen der Trainer-Fortbildung: „Es lohnt immer, sich weiter zu bilden und den Blick über den Tellerrand zu werfen. Der Erfahrungs-Austausch ist ein wichtiger Eckpfeiler im Trainer-Job “.