„Giller ist Kult“

Siegen..  „Giller ist Kult“ - dieser Satz hat sich eingeprägt, auch weit über die Kreisgrenzen hinaus. Nicht zuletzt hat das 3. NRW-Landesturnfest in Siegen zur weiteren Image-Werbung für das größte Bergturnfest im deutschsprachigen Raum beigetragen. Die TG Grund, seit 56 Jahren ununterbrochen der Ausrichter, sieht es an den Meldungen. „Viele auswärtige Vereinen haben sich angemeldet“, so Jochen Strahmann, seit vielen Jahren zuständig im Organisations-Komitee der TG Grund für die Meldungen. „Aktive aus Goßfelden/bei Marburg und aus Schlangen/Kreis Lippe sind darunter“, freut er sich und rechnet mit über 2000 Teilnehmern, „da es immer wieder Schönwetter-Meldungen erst vor Ort gibt; absolute Spitze ist in diesem Jahr der TV Kreuztal mit 183 Meldungen.“

Kampf um die „Gillerkrone“

Doch das Meldungsbild spiegelt auch auf dem Giller nicht nur die althergebrachten Sportarten wider, längst hat auf der Ginsberger Heide auch der moderne Sport - und da besonders die Gruppen-Wettkämpfe - Einzug gehalten. Der Leichtathletik-Fünfkampf der Männer-Hauptklasse, wo es um die „Giller-Krone“ geht, steht längst nicht mehr im Mittelpunkt. Er findet am Sonntag-Vormittag eher im „musikalischen Schatten“ neben der großen Aktionsbühne auf der Platzmitte statt. Lautlos, manchmal nur mit einem Urschrei beim Steinstoßen zu hören, wird gelaufen, gesprungen und gestoßen.

Aus einer bunten Mischung ist da eher noch der Samstag gestaltet mit den vielen Kindern im Mittelpunkt- ob im Leichtathletik-Dreikampf, den Gruppenwettkämpfen oder bei den Mitmach-Angeboten, was dem heutigen Zeitgeist entspricht - bis hin zu der Premiere der „Giller-Olympiade“ an beiden Tagen, wobei ein jeweils vierköpfiges gemischtes Team fünf spaßige Aufgaben zu bewältigen hat.

Wo steht das schönste Zelt?

Und da gibt es noch eine Neuerung, eher jedoch nicht sportlich orientiert: Eine Platzkommission besucht das Zeltlager und wählt das „schönste Zelt“ - eine Herausforderung für alle Vereins-Camper, sich richtig heraus zu putzen, Ordnung „in der Bude“ zu halten.

Gelaufen und gewandert wird aber ebenfalls wieder rund um die Ginsberger Heide. Los geht’s da am Freitagabend mit dem „Gillerlauf“ ab 19 Uhr mit Streckenlängen von 10 km, 5 km und 2 km. Der Orientierungslauf „durch die Hecke“ startet am Sonntag, 10 Uhr und Beachvolleyball wird (fast) rund um die Uhr gespielt. Besonders am Freitagabend, wenn die Vorrundenspiele in der großen Sandgrube anstehen und das Flutlicht die Ginsberger Heide bis weit nach Mitternacht ausleuchtet.

Einzelwettkämpfe bietet der Giller den Besuchern besonders wieder am Sonntag-Nachmittag an - und dann, jeweils zum Tagesabschluss, die Ehrungen der Sieger.