Gigantenduell zweier Seriensieger

So jubelten die Spieler des TuS Ferndorf im Hinspiel, als Eintracht Hagen mit 31:21 aus der Sporthalle Stählerwiese gefegt wurde.
So jubelten die Spieler des TuS Ferndorf im Hinspiel, als Eintracht Hagen mit 31:21 aus der Sporthalle Stählerwiese gefegt wurde.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Zusammen haben der TuS Ferndorf und der VfL Eintracht Hagen die letzten 29 Spiele alle gewonnen: Ferndorf siegte 19 Mal in Serie, Hagen schaffte zehn Siege am Stück. Am Freitag kommt’s in Hagen zum Gipfeltreffen und vorentscheidenden Spiel um die Westdeutsche Meisterschaft und den Zweitliga-Aufstieg.

Kreuztal/Hagen..  Der Countdown läuft, die Spannung steigt! In drei Tagen kommt’s in der Enervie-Arena in Hagen zum Showdown, zum Gipfeltreffen, zum Duell der Giganten, zum ultimativen Aufstiegsfinale der überragenden Mannschaften der 3. Handball-Liga West: VfL Eintracht Hagen gegen TuS Ferndorf. Oder: Zweiter gegen Erster. Oder: Favorit Nummer eins gegen Favorit Nummer zwei. Handball-Südwestfalen fiebert diesem Knüller entgegen, denn er wird eine Vorentscheidung im Rennen um den Titel des Westdeutschen Meisters und den direkten Aufstieg in die 2. Liga bringen. Wer von den beiden Kontrahenten am Freitag um kurz vor 21.30 Uhr weniger Minuspunkte auf dem Konto hat, der wird aller Voraussicht nach auch am Saisonende ganz oben stehen, denn für einen Ausrutscher sind beide zu stark für die kommenden Gegner. Vor allem für den TuS Ferndorf würde sich mit einem Sieg bei dann drei Minuspunkten Vorsprung auf Hagen fast schon der Traum vom zweiten Zweitliga-Aufstieg nach 2012 erfüllen.

Hinspiel eine klare Sache

Blicken wir zurück: Am 11. Oktober 2014 gewannen entfesselte Kreuztaler das Hinspiel vor ausverkauftem Haus mit 31:21. Es war die bis dato beste Saisonleistung des Wudtke-Teams und damals der fünfte Sieg in Folge nach den Auftaktpleiten gegen Schalksmühle-Halver und Leichlingen. Unglaublich: Danach folgten weitere 14 (!) Siege am Stück, das Gros in souveräner Manier errungen. Nur beim Rückspiel in Leichlingen und eine Woche später beim 33:32 gegen Minden II wurde es eng. Der beeindruckenden Ferndorfer 19-Siege-Serie stehen aber auch zehn Hagener Siege in Folge gegenüber. Ihre letzte Niederlage kassierte die Mannschaft von Lars Hepp am 15. November 2014 beim 31:35 in Minden. Klar ist also: Eine Serie wird am Freitag reißen!

Wer nach dem Saisonfinale am 2. Mai als Zweiter über die Ziellinie geht, muss sich nicht zwangsläufig mit dem Verbleib in der 3. Liga abfinden. Denn: Es wird eine Relegationsrunde der Vize-Meister geben, weil die Top-Mannschaften der 3. Liga Süd, SG Nußdorf (1.) und SG Leutershausen (2.), bereits ihren Verzicht auf einen möglichen Aufstieg bekundet haben. Da der SC Magdeburg II als aktuell Zweiter der 3. Liga Ost nicht in die 2. Liga aufsteigen darf, könnte die Aufstiegsrechnung für die Vize-Meister lauten: Aus drei Kandidaten mach’ zwei Aufsteiger!

Indes wollen sowohl Hagen als auch Ferndorf diese unter Umständen mehrere Wochen dauernde Zusatzrunde vermeiden, und der TuS machte ja bereits im vergangenen Jahr negative Erfahrung damit: Unglücklich wurden die vorsorglich angesetzten Duelle mit HF Springe verloren. Am Ende durften auch die Niedersachsen nicht in die 2. Liga aufsteigen.