Gelungenes Pfingstturnier

Friederike Hoof vom Siegener Reitverein konnte sich einige Male sehr weit vorn platzieren.
Friederike Hoof vom Siegener Reitverein konnte sich einige Male sehr weit vorn platzieren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Über einen hohen Zuschauerzuspruch bei überwiegend gutem Wetter freute sich der Reit- und Fahrverein Eiserfeld bei seinem Pfingstturnier. Nur bei den Dressurprüfungen gab es diesmal nicht so viele Meldungen.

Eiserfeld..  Auf eigenem Gelände an der Minnerbach hatte sich Marc Ostendarp vor einer Woche noch mit der Rolle des Reitlehrers und Ratgebers begnügt. Am Pfingstwochenende stieg der Siegener auch wieder selbst in den Sattel und holte sich mit seinem Con-Tec den Sieg im Stechen der M*-Springprüfung am Sonntag, knapp aber souverän vor zwei Amazonen. Das zweite M-Springen am Vortag konnte „Altmeister“ Volker Esch vom Hofgut Dautenbach für sich entscheiden.

Konnte sich der Veranstalter schon am ersten Tag des traditionellen Pfingstturniers des Reit- und Fahrverein Eiserfeld über einen guten Zuschauerzuspruch freuen, wurde es am Sonntag noch besser. Dazu passte auch das am Nachmittag aufklarende Wetter. Mit Feuchtigkeit von oben rechnet Vereinsvorsitzender Rüdiger Brücher ohnehin schon länger nicht mehr. Seit der Umstellung von Rasen auf Sand im Jahr 2008 hat es zu den Turnierterminen kaum mehr geregnet. Die Teilnehmer hatten diesmal das Vergnügen, auf einem runderneuerten Platz zu reiten. Rund 170 Tonnen Sand wurden im Frühjahr aufgetragen. „Drei bis vier Tage dauerte das Aufbringen. Danach musste es sechs bis acht Wochen liegen“, erklärte Brücher.

Platz drei für Jodie-Melissa Sturm

Zu früh kam das Turnier für Sohn Moritz Brücher, dessen Pferd gerade erst wieder mit dem Training begonnen hat. Die Farben der Gastgeber wurden aber durch Jodie-Melissa Sturm und Delgada hoch gehalten, die nicht nur beim dritten Platz in der 2. Abteilung der Stilspringprüfung Klasse A* am Samstag einen guten Eindruck hinterließen. Ebenfalls gut in Form zeigte sich Katja Weyand vom Kreuztaler Hubensgut, die mit diversen Pferden gute Platzierungen nach Hause ritt. Neben Marc Ostendarp machten auch noch Friederike Hoof und Jessica Daub deutlich, dass mit den Startern des Siegener RV zu rechnen sein wird.

Nicht ganz zufrieden war Brücher mit den Nennungen bei den Dressurprüfungen, obwohl es nicht mehr so viele Angebote in dieser Richtung gibt. Insgesamt zog er aber ein positives Fazit, zumal ein spektakulärer Sturz von Alina Orthey in der A**-Springprüfung am Samstag für die junge Reiterin vom ReitSC Westerwald-Windeck glimpflich endete. In der gleichen Prüfung fiel eine Mutter eher negativ auf, die ihren Sohn mit „Mensch, nun reite“ und ähnlichen Sprüchen durch den Parcour scheuchte und ihn mit einem verächtlichen „Das war nichts“ em-pfing, als der junge Mann unfreiwillig den Sattel verlassen musste.