Gelungene Generalprobe für DM

Girkhausen. Es war die kleine, aber gelungene Generalprobe für die Internationalen Deutschen Meisterschaften vom 16. bis 18. Januar in Girkhausen.

Unter den Augen von Ex-Bundestrainer Jochen Behle war der Silvester Pokallanglauf im Skistadion auf der Steinert mit rund 130 Läuferinnen und Läufern vorwiegend aus den Schülerklassen sogar sehr gut besucht. „Wir sind top zufrieden, immerhin erfolgte die Einladung ja recht kurzfristig“, sagte der Vorsitzende des ausrichtenden Skiclubs Girkhausen, Ralf Klose. Den Vereinsvorsitzenden freute auch, dass neben den Athleten aus dem Westdeutschen Skiverband auch Starter aus Willingen aus dem Hessischen Skiverband nach Girkhausen gekommen waren, zumal im HSV zeitgleich auch ein Silvesterlauf im osthessischen Gersfeld stattfand. Allerdings zeigte sich nach einer vierjährigen Pause in Girkhausen – der letzte Silvesterlauf konnte laut Matthias Beuter 2010 auf der Steinert ausgerichtet werden, dass sich das Starterfeld verändert hat: Früher lockte die Loipe vor allem Läufer aus dem Seniorenbereich nach Girkhausen. Inzwischen liegt der Schwerpunkt auf dem Nachwuchs.

Aufwändig Strecken präpariert

Vor dem Pokallanglauf in klassischer Technik hatte der SC Girkhausen mit rund 20 Helfern die Strecken auf der Steinert aufwändig präpariert. Mit einer Pistenwalze wurden die Schneeflächen zunächst verdichtet und gewalzt bevor ein Motorschlitten die Wettkampfloipe spurte, erläuterte SCG-Pressesprecher Detlef Buchwald. Das unbeständige Wetter und vor allem der stürmische Wind hatten im Vorfeld für Probleme gesorgt, die bis zum Rennstart durch das eingespielte Team des SCG gelöst werden konnten. Als positiv wertete der Vorsitzende Ralf Klose auch, dass mit den zusätzlichen Wachscontainern bereits die Infrastruktur für die Deutschen Meisterschaften genutzt werden konnte. So schwierig die Bedingungen bei der Vorbereitung der Wettkampfstrecken waren – Für die älteren Jahrgänge gab es eine 3,3 Kilometer lange Schleife, die je nach Klasse mehrfach durchfahren werden musste – so schwer war es für die Läuferinnen und Läufer auch den richtigen Ski zu finden. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Nebel und pappiger Schnee bereiteten den „Wachspäpsten“ Kopfzerbrechen.

Hoffen auf noch mehr Schnee

Jochen Behle, Sportdirektor Nordisch im Hessischen und Westdeutschen Skiverband, war dennoch mehr als zufrieden mit den Girkhäusern und den Wettkampfbedingungen – vor allem mit Blick auf die Nachwuchskader: „Es ist wichtig, endlich wieder einen Wettkampf zu haben. Wir hatten uns im norwegischen Sjusjoen auf Schnee für Rennen im Deutschlandpokal vorbereitet, aber die sind ja ausgefallen.“ Noch schlimmer sei es im vergangenen Jahr gewesen, in dem es im ganzen Jahr nur einen Wettkampf auf Schnee gab, erinnert sich der ehemalige Bundestrainer. Mit Blick auf die bevorstehenden Internationalen Deutschen Meisterschaften (16.-18. Januar) macht sich Behle trotz des Einsatzwillens und der durch Deutschlandpokale unter Beweis gestellten Professionalität des SC Girkhausen seine Sorgen – wenn er auf den Boden oder in den Himmel schaut. „Wir brauchen noch Schnee und kältere Temperaturen“. Schließlich sei die DM von ihren Ansprüchen her noch deutlich höher anzusiedeln als der Silvesterlauf. Die vorhandene weiße Unterlage sollte am besten gewalzt und verdichtet werden, damit sie sich auch bei einem Regenschauer nicht sofort auflöst. Genau das haben die Girkhäuser auch vor, damit die gelungene Generalprobe auch ihre Fortsetzung mit der Langlauf-DM finden kann.