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Fußball-Schiedsrichter im Kreis begrüßen Einführung der Gelbsperre

23.01.2015 | 18:55 Uhr
Fußball-Schiedsrichter im Kreis  begrüßen Einführung der Gelbsperre
Begrüßt wird von den Schiedsrichtern auch im Kreisgebiet die Einbführung der Gelbsperre nach der fünften

Siegen-Wittgenstein. Nach den höherklassiegen Mannschaften wie Sportfreunde Siegen und TuS Erndtebrück steigen auch die „Kleinen“ in ihr Vorbereitungs-Programm für die Rückrunde in den einzelnen Fußball-Ligen ein. Neben den Vereinen bereiten sich auch die kreislichen Schiedsrichter akribisch auf die Fortsetzung der Saison vor, indem Sie Themen und kritische Situationen aus der Hinrunde aufarbeiten.

Wir sprachen mit dem Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss (KSA) über die abgelaufene Hinserie und die Veränderungen im kreislichen Schiedsrichterwesen.

Positive Auswirkungen

Wer sich in der laufenden Saison fünf Gelbe Karten einhandelt muss pausieren. Diese Änderung sorgte bei vielen Spielern und Vereinsvertretern für kontroverse Diskussionen, wurde von den Schiedsrichtern jedoch einhellig begrüßt. Für ein Fazit sei es noch zu früh, jedoch zeigten sich erste positive Auswirkungen im Spielbetrieb, verlautet aus dem Schiedsrichterwesen.

Gerade vorbelastete Spieler hielten sich zunehmend zurück und der Fairplay-Gedanke werde, wenn auch als Druckmittel, gestärkt.

Spezielle Schulungen

Ebenfalls sorgten die Änderungen der Hallenregeln für Aufsehen. Sehr positiven Anklang bei Zuschauern und Spielern fand hier beispielsweise die Umstellung hin zur Vier-Sekunden-Regel, die eine schnellere Durchführung der Spielfortsetzung vorschreibt. Knapp 100 Schiedsrichter wurden im Regelwerk neu geschult und laut Schiedsrichter-Ausschuss gab es bei der Umsetzung keine Probleme. Es zeigte sich, die Regeln wurden in den Hallen von allen akzeptiert, und entgegen vieler Befürchtungen kaum zerredet oder kritisiert.

Der KSA wird künftig noch intensivere, spezielle Schiedsrichterschulungen durchführen, um sich gegen rüdes Verhalten von Spielern zu wappnen.

Schiedsrichter beschuldigt

Entgegen aller Hoffnungen, die der Schiedsrichter-Ausschuss noch vor Beginn der Spielzeit hegte, setzte sich der Trend immer weniger werdender Fußball-Schiedsrichter in Siegen-Wittgenstein fort. Trotz aller Bemühungen und Anstrengungen will sich scheinbar niemand mehr diesem Amt stellen. Als Hauptgrund für die Misere sehe man eine zu negative Grundhaltung einiger Vereine, eine zu kritische Berichterstattung, - gerade in den überregionalen Medien - und die Woche für Woche stattfindenden Anfeindungen bis hin zur Androhung körperlicher Gewalt.

Aggressionen und Probleme

Offensichtlich will es nicht gelingen, Aggressionen und aufgestauten Frust über die eigenen Probleme von den Sportplätzen fernzuhalten. So wenden sich besorgte Eltern, deren Kinder als Jungschiedsrichter im Alter von 12 und 16 Jahren auf dem Platz stehen, schockiert an den KSA, weil diese von Jugendtrainern und Zuschauern unflätig und in Fäkalsprache beleidigt werden.

Andreas Fürstenau vom KSA: „Erst kürzlich verhängte die Sportgerichtsbarkeit eine empfindliche Strafe, weil der Trainer einer C-Jugend-Mannschaft dem Schiedsrichter Spielmanipulation unterstellte.“

Einen besonderen Dank richtet der Ausschuss an Andreas Kornmann, der nach jahrelangen Engagement als Lehrwart, auf eigenen Wunsch hin sein Amt zur Verfügung stellt.

Schreiber neuer Lehrwart

Nachfolger wird der erst 22-jährige Florian Schreiber (Bild oben), der seit einigen Jahren im Lehrwesen-Team tätig ist, und nebenbei als DFB Futsal-Schiedsrichter zu den Besten in ganz Deutschland zählt.

So ist er aktuell bis Sonntag beim DFB-Futsal-Länderpokal in Duisburg am Ball, an dem neben Luxemburg die 21 besten Mannschaften der deutschen Landesverbände teilnehmen. Und auch bei der diesjährigen DFB Futsal-Meisterschaft wird er wieder zum Einsatz kommen.

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2015-01-23 18:55
Siegen-Wittgenstein