Für Aufstiegs-Glückwünsche ist Schnorrenberg noch nicht zu habenWer wird Dritter im Kreispokal?

Erndtebrück..  So gut wie am Ziel seiner Wünsche ist der TuS Erndtebrück in der Fußball-Oberliga. Zwar lehnt es Trainer Florian Schnorrenberg nach wie vor ab, vozeitige Glückwünsche zum Aufstieg in die Regionalliga anzunehmen, doch macht sich auch beim stets vorsichtigen Brachbacher die Erkenntnis breit, „dass viel nicht mehr fehlt...“

Zum Beispiel ein Sieg am Mittwochabend in Gütersloh. „Ein Bonusspiel für uns“, so der Coach des Tabellenführers. „Nur müssen wir zusehen, dass es auch auch die Bonuspunkte im Heidealdstadion gibt.“

Im dritten Anlauf wird die noch aus der Hinrunde übrig gebliebene Partie bei den Ostwestfalen um 19.30 Uhr angepfiffen. Und mit einem Sieg dort, das ist selbst den größten Pessimisten klar, ist das Thema Aufstieg kein Wunschtraum mehr.

Ähnliche Marschrichtung

„Aber das wird mindestens genau so schwer wie am vergangenen Sonntag in Ahlen“, will Florian Schnorrenberg von einer einfachen Aufgabe in Gütersloh nichts wissen. Er erwartet eine ähnlich defensive Einstellung des Gastgebers wie in Ahlen, wo Trainer Marco Antwerpen hinter die Viererkette noch einen Libero drappierte, also Beton anrührte.

Die Gütersloher hatten bereits in der Vorrunde den Trainer gewechselt. Unter Heiko Bonan entfernte sich der Ex-Zweitligist dann schnell aus der Gefahrenzone und ist mit jetzt elf Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz jenseits von gut und böse. Daran änderte auch der vom Verband verhängte Abzug von drei Punkten nichts.

Luis Stephan: Elle gebrochen

Insofern kann die Mannschaft befreit aufspielen, wird aber vor allem darauf bedacht sein, vor eigenem Publikum nicht zu verlieren. Insofern dürfte die Prognose von Florian Schnorrenberg, es mit einem defensiv ausgerichteten Gegner zu tun zu bekommen, zutreffen. „Fehler im Spielaufbau müssen wir dann tunlichst vermeiden“, fordert der Erndtebrücker Trainer.

Der hatte seinen Kickern zu Beginn der Woche eine Eis-Kur verschafft. „Ab in die Tonne“ hieß es am Pulverwald, wo die müden Beine für die englische Woche frisch gemacht werden sollten. „Man kann ja von den Profis lernen“, so Schnorrenberg augenzwinkernd zu dieser Maßnahme.

Der junge Luis Stephan hatte davon nichts. Er lief im Training genau in einen Schuss von Tokio Nakai und wurde so unglücklich am Arm getroffen, dass die Elle glatt brach. Für den Youngster, der hofft, ohne Operation aus der Sache heraus zu kommen, ist damit die Saison beendet. Fehlen wird zudem weiterhin Ryo Kaminishi.

Im Spiel um Platz drei im Kreispokal empfängt Bezirksligist GW Siegen (im Bild Trainer Stefan Münchow) heute Abend (19 Uhr) den 1. FC Kaan-Marienborn. Falls beide Finalisten des 10. Juni (Birkelbach/Erndtebrück) sich anderweitig für den Westfalenpokal qualifizieren, zieht der Sieger nach.