Führung trotz schwacher Leistung ausgebaut

Frauen-Landesliga: TSG Sprockhövel – RSVE Siegen 23:23 (8:9)..  Die Nachricht von der erneuten Niederlage des Tabellenzweiten Gevelsberg-Silschede schien deren Nachbarn aus Sprockhövel mehr zu motivieren als die RSVE-Spielerinnen. Die boten laut Trainer Karl Bäumner ihre „schwächste Saisonleistung“ und waren mit dem Unentschieden, dem ersten Fleck auf der bislang weißen Weste, gut bedient. „Wir haben das zu leicht genommen, weil Sprockhövel nur eine Auswechselspielerin aufbot“, nannte Bäumner einen Grund für die magere Darbietung.

Die Mängel im Angriffsspiel wurden nur durch eine solide Abwehr einigermaßen kompensiert. Bezeichnend, dass die angeschlagene Tina Amort noch die beste Feldspielerin des Spitzenreiters war und größten Anteil an der 21:18-Führung hatte. In der Schlussphase leisteten sich die Gäste zum Teil haarsträubende Fehler. Und da Amort beim 23:23 nur den Pfosten traf, musste man sich mit einem Punkt begnügen. „Ich hoffe, dass war nur ein Ausrutscher“, kommentierte ein angesäuerter Bäumner.

Unterm Strich sind die Aufstiegschancen bei jetzt fünf Zählern Vorsprung sogar weiter gestiegen.

RSVE: Bäumner (31. Gebauer); Scheben (7/3), Kunz (6), Amort (5), Pletz (2), Kolb (1), N. Reusch (1), Bero (1), Schreiber, Friesenhagen, A. Reusch.

Frauen-Bezirksliga: TVE Netphen II – TV Neheim 28:21 (12:13). Das Endergebnis täuschte, denn 50 Minuten lang bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe. Nach 20-minütigem Abtasten erwischte der TVE eine schwache Phase und geriet mit 8:12 ins Hintertreffen, kam bis zum Seitenwechsel aber wieder heran. „Wir müssen die Taktik gar nicht ändern, nur konzentrierter spielen“, impfte Coach Mario Jünger seinen Schützlinge in seiner Kabinenansprache ein. Das wurde auch umgesetzt, wobei vor allem Milena Möller als elffache Torschützin glänzte. Neheim hielt aber bis zum 21:21 voll dagegen. Als den Netphenerinnen das 23:21 gelang und die Gäste ihre Deckung öffnen mussten, entwickelte sich eine einseitige Endphase.

TVE II: Adam, Frank; Möller (11/6), Euler (3), Eschenburg (3), Holzknecht (3), Plaum (2), Schneider (2), Weber (2), Clever (1), Stephan (1), Reimertz.