Fritz Korte verlässt die große Bühne

Der letzte Handball-Kreistag mit Wahlen fand vor drei Jahren im Kulturbahnhof in Halver statt. Das Bild zeigt den Kreisvorsitzenden Fritz Korte (links) mit Jugendwart Axel Jacobi (rechts), die damals die besten Auswahlspieler des Kreises, darunter Lukas Schneider (Mitte) vom TuS Ferndorf, ehrten.
Der letzte Handball-Kreistag mit Wahlen fand vor drei Jahren im Kulturbahnhof in Halver statt. Das Bild zeigt den Kreisvorsitzenden Fritz Korte (links) mit Jugendwart Axel Jacobi (rechts), die damals die besten Auswahlspieler des Kreises, darunter Lukas Schneider (Mitte) vom TuS Ferndorf, ehrten.
Foto: WR
Was wir bereits wissen
Am Freitag findet in Schalksmühle die Tagung des Handballkreises Lenne-Sieg statt. Dort wird der Eiserfelder Fritz Korte nicht mehr als erster Vorsitzender kandidieren und sich zurück ziehen.

Eiserfeld..  Auf dem Staffeltag des Handballkreises Lenne-Sieg am Freitag in Schalksmühle tritt der bisherige erste Vorsitzende Fritz Korte aus Eiserfeld nicht mehr zur Wiederwahl an.

Der Pädagoge gilt als ein profunder Kenner der Handballszene in Westfalen. Als Trainer und auf verschiedenen Funktionärsebenen hat er sich einen Namen gemacht. Wenige Tage vor seinem Abschied aus dem Vorstandszirkel des Kreises besuchten wir den 74-Jährigen und spielten ihm den Ball zu.

Nachwuchs

In der heutigen schnelllebigen Zeit ist eine genaue Prognose auf Grund der teilweise seltsamen Schulpolitik im Sport für die nächsten Jahre kaum möglich.

Spielgemeinschaften

Die Gründung von Spielgemeinschaften ist der Untergang von kleinen Vereinen. Hier sehen die großen Vereine oft die Möglichkeit, günstig an Nachwuchsspieler zu kommen.

Schule und Sport

In Siegen-Süd werden in Grund-, Gesamt- und Realschulen Handball-AG’s angeboten, damit die Pausen und Freizeiten in der Schule sinnvoll genutzt werden können. Ähnliches funktioniert auch im Lüdenscheider Raum gut.

Kreispokalwettbewerb

Eigentlich eine gute Sache. Man kann für den Handballsport werben, weil kleinere Vereine sich mit höherklassigen Klubs messen können. Wenn das Event richtig aufgezogen wird, bringt es allen etwas. Leider verzichten einige vermeintlich weniger erfolgreiche Vereine schon vor Beginn der Runde auf die Teilnahme. Werbewirksame Vorbereitung auf solch ein Spiel gegen einen klassenhöheren Verein kann auch Vorteile bringen.

Bilanz als erster Vorsitzender

Wir hatten ein Team, in dem wir uns die Aufgaben geteilt haben. Ich habe die Repräsentationsaufgaben, Cornelius Vowinkel die technischen Angelegenheiten übernommen. Die sechs Jahre haben richtig Spaß gemacht. Die Zusammenarbeit mit den anderen Kreisen im Bezirk Süd, vor allem im Jugendbereich, war gut. Die schrumpfenden Mannschaftszahlen erforderten kreisübergreifende Staffeln, in denen ohne Probleme gespielt wurde. Jetzt ist es aber an der Zeit, zu gehen. Neue Ideen und Anregungen durch einen veränderten Vorstand sind auch eine große Chance für die Zukunft.

Jugendfreizeit Wangerooge

Ist seit Jahr und Tag der Renner. Wir sind 14 Mal dort gewesen. Der Hit war, dass nach drei Tagen alle Plätze ausgebucht waren. Die Jugendlichen sind begeistert und wollen immer wieder an die Küste. Seit 1970 kenne ich schon die Insel, und unser Bus fährt schon alleine dort hin. Ziel ist es, dass sich Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 13 Jahren sich im gemeinsamen Spiel kennen lernen und Spaß haben. Leider haben einige Vereine noch keine Notiz davon genommen.

Strukturreform

Dadurch sollen Kosten gespart werden. Es werden Vorschläge gemacht, die teilweise nicht umsetzbar sind. Den Akteuren fehlt oft der Bezug zur Praxis. Die Reform sollte ausgereift sein, sonst sind die Neuerungen zum Scheitern verurteilt.

RSVE Siegen

Es hat sich gezeigt, dass der Verein von der Umbenennung profitiert hat. Der Blick über den Tellerrand war notwendig, um lukrativ zu sein. Der Aufstieg in die Oberliga wurde knapp verpasst, das Ziel aber bleibt.

TuS Ferndorf

Der TuS Ferndorf ist ein Aushängeschild in Südwestfalen. Aufstiegstrainer Erik Wudke war dafür, dass die alten Zöpfe abgeschnitten werden und man mit den Nachbarvereinen vernünftig kooperieren sollte. Ich bin der Meinung, dass der Schritt, gleich mit zwei Mannschaften aufzusteigen, zu groß ist.Ich hoffe, ich habe Unrecht.

Erfolge und Niederlagen

Mit dem RSV Eiserfeld bin ich abgestiegen und wieder aufgestiegen. Meine Erfolge – vor allem mit den Jugendmannschaften mit Spielern wie Kring, Krause, Lommel, Uhlig, Wahl etc. – lässt mich mit Freude zurückblicken.

Familie

Wir sind eine sportliche Familie. Unser Sohn Karsten hat sein Handballtalent dem Beruf geopfert, dessen Sohn wurde ein Schwimm-Ass. Unsere Tochter war erfolgreich im Eiserfelder und Netpher Damenteam, ist aber jetzt zweifache glückliche Mutter.

Zu guter letzt

Ich hatte eine schöne Zeit mit Höhen und Tiefen, aber wenn man mit Optimismus an die Aufgaben ran geht, funktioniert es auch. Meinem Nachfolger wünsche ich, dass er mit viel Engagement noch viel Gutes für den Handball tun kann.