Florian Hammel macht’s den Bundesliga-Torhütern nach

Von zehn Elfmetern fünf nicht verwandelt – in der Fußball-Bundesliga gab’s am Wochenende das große Nervenflattern vom „Punkt“, aber auch starke Torhüter zu sehen. Dies schien sich am Sonntag auch Florian Hammel zu eigen zu machen. Der Torwart des Oberligisten 1. FC Kaan-Marienborn wehrte nämlich im Spiel gegen den TSV Marl-Hüls in der 38. Minute den Foulelfmeter von Sebastian Westerhoff ab und bewahrte sein Team damit weit früher vor dem 1:2-Anschlusstor. Kein Wunder, dass nach dem Schlusspfiff alle den Ex-Erndtebrücker herzten und ihm auch Trainer Thorsten Nehrbauer um den Hals fiel.

Momentum auf Käner Seite

Hammel war einer der Garanten dafür, dass der Aufsteiger seinen ersten Heimsieg feierte, weiter als einziger Oberligist ungeschlagen ist und quasi als Nebenprodukt einen spielerisch enorm starken TSV Marl-Hüls, dessen Trainer Michael Schrank trotz der Niederlage voll des Lobes über sein Team war („Wir haben hier bis zur gelb-roten Karte tollen Fußball gezeigt“) von der Spitze holte. „Beim Elfmeter war es reiner Instinkt von mir. Ich habe dem Schützen in die Augen geschaut und gesehen, wie er anläuft“, sagte ein glücklicher Florian Hammel. Er war froh, „der Mannschaft in einem umkämpften Spiel geholfen zu haben.“

Drei Etagen tiefer, in der Bezirksliga 5, ließ vor allem der 4:1-Sieg des SV Ottfingen beim bis dahin unangefochtenen Spitzenreiter RSV Meinerzhagen aufhorchen – ein Ergebnis, das auch dem TSV Weißtal gefiel, denn der Aufsteiger rückte mit seinem 1:1 bei Rot-Weiß Lüdenscheid bis auf zwei Punkte an Meinerzhagen heran.

Freudenberg nicht mehr Letzter

Kurios: Zwar stellte Schiedsrichter Fatih Bayrak den Weißtaler Bernard Krasniqi nach 82 nicht vom Platz, obwohl er ihm zum zweiten Mal die gelbe Karte gezeigt hatte, trotzdem beendete Weißtal das Spiel nicht zu elft. Dominik Meiswinkel knickte bei einem Schussversuch um und konnte der Schlussphase nur noch von draußen zuschauen. Das Weißtaler Wechselkontingent war ausgeschöpft, weil Torjäger Lars Schardt, Torschütze zum 1:0-Führungstor, kurz zuvor ebenfalls verletzt vom Feld musste.

Noch vor drei Wochen war es nicht gut bestellt um den SV Fortuna Freudenberg, doch inzwischen ist in der Wending die Herbstsonne aufgegangen. Das 2:1 gegen die SG Hickengrund bedeutete den zweiten „Dreier“, das dritte ungeschlagene Spiel in Folge und den ersten Heimsieg seit fast fünf Monaten. Positive Folge: Das Team von Maik Wolf verließ den letzten Tabellenplatz.

Als die erwähnte Herbstsonne langsam hinter dem Osterberg verschwand, balancierte Vereins-Boss Karsten Klappert höchstpersönlich ein Tablett Sieger-Pils in die Kabine – wohlwissend, dass auch dieser Sieg nur eine weitere kleine Etappe auf dem Weg zum angestrebten Klassenerhalt für die blutjunge Freudenberger Mannschaft war.

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