Ferndorf ist neuer Tabellenführer
07.02.2012 | 22:33 Uhr 2012-02-07T22:33:00+0100
Kreuztal-Ferndorf.Nein, es ist nicht der 1. April und nein, wer heute auf die Handball-Tabelle der 3. Liga West schaut, muss auch keinen Karnevalsscherz hinter der Statistik vermuten: Der TuS Ferndorf ist seit gestern Abend neuer Tabellenführer der 3. Liga West.
Gegen 18.30 Uhr hatten die Ferndorfer gestern Nachricht von der spielleitenden Stelle des Deutschen Handball-Bundes erhalten. Staffelleiter Michael Kulus hatte die Partie der Ferndorfer gegen die HSG Lemgo II neu gewertet. Der TuS hatte das Heimspiel am 21. Januar 2012 zwar mit 30:31 verloren – doch das Spiel hatte ein Nachspiel.
Maßgeblichist das bessereTorverhältnis
In Lemgos zweiten Mannschaft war der im Bundesliga-Team zum Einsatz gekommene Arjan Arnoldus Haenen regelwidrig eingesetzt worden. Der Niederländer war in der Bundesliga-Mannschaft „festgespielt“ und hätte somit gegen Ferndorf nicht spielen dürfen. Nach den Statuten wurde das Ferndorf-Spiel nun also mit 0:0 Toren und 2:0 Punkten für den TuS gewertet.
Nach dieser Wertung sind die Ferndorfer gemeinsam mit Lemgo II mit jeweils 29:9 Punkten an der Tabellenspitze. Da nun aber nicht, wie zunächst angenommen, der Direktvergleich der beiden Teams zählt (hier hätte Lemgo durch den 39:34-Sieg im Hinspiel das bessere Ende für sich gehabt), sondern das bessere Torverhältnis maßgebend ist, ist Ferndorf mit dem positiven Torverhältnis von 83 gegenüber 80 Toren bei Lemgo, nun Spitzenreiter.
Schien das Rennen um den Meistertitel nach der sportlichen Niederlage gegen Lemgo II vor zwei Wochen schon entscheiden – Spitzenreiter Lemgo war den Ferndorfern acht Punkte enteilt – so ist nun das Rennen um den Titel des Westdeutschen Handball-Meisters wieder völlig offen.
Für die HSG Lemgo II ist dies die zweite negative Spielwertung, nachdem bereits die gewonnene Partie gegen Altenhagen-Heepen annulliert und mit 0:2 Punkten gegen den Liga-Primus gewertet worden war. Zwei annullierte Siege, vier aberkannte Punkte weil der Niederländer Haenen nicht spielberechtigt war – eine bittere Pille für die Truppe aus Ostwestfalen.
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