Ferndorf ist fit fürs Spitzenspiel
19.01.2012 | 21:54 Uhr 2012-01-19T21:54:00+0100
Kreuztal. Enge Spiele werden im Kopf entschieden, das erlebten die Ferndorfer Handballer bei ihrem ersten Auswärtsauftritt der aktuellen Saison.
Enge Spiele werden im Kopf entschieden, das erlebten die Ferndorfer Handballer bei ihrem ersten Auswärtsauftritt der aktuellen Saison. Im Spiel beim Spitzenreiter Lemgo II verlor der TuS Mitte September mit 34:39. „Wir haben in der 28. Minute mit zwei Toren geführt, dann in Überzahl zwei Tore kassiert und sind mit 18:18 in die Pause gegangen. Danach hatte Lemgo den psychologischen Vorteil, sonst wäre das vielleicht auch ganz anders ausgegangen“, erinnert sich Caslav Dincic an die Partie in Ostwestfalen. Die Deckung war damals das Problem der Ferndorfer, die Nordsiegerländer kassierten zu viele einfache Gegentore. „Lemgo spielt mit den schönsten Angriff der Liga, sehr strukturiert und mit Antworten auf alle Deckungssysteme“, so Dincic.
Dennis Aust und Alen Sijaric wieder fit
Was man vor dem Hintergrund der Niederlage nicht vergessen darf: Damals standen mit David Wellen und Jan-Niklas Broszinski die Torhüter drei und vier im Tor, Max Hamers war verletzt, Kai Rottschäfer noch nicht aus den USA zurück. Und die Absprachen in der 3:2:1-Deckung waren mit den neuen Spielern noch nicht in den alten Bereich der Automatismen aus der Meistersaison zurück gekehrt.
Nichtsdestotrotz warnte Dincic: „Die Leistung von Minden wird nicht reichen, wir müssen uns diese Woche wieder steigern.“
Fast im gleichen Atemzug forderte der Ferndorfer Trainer aber auch zwei Punkte aus dem bevorstehenden Heimspiel. Die Vorzeichen machen den Optimismus erklärbar. Die drei Verletzten Dennis Aust, Alen Sijaric und auch Fabio Schöttler stehen vor ihrer Rückkehr.
Aust und Sijaric haben Dienstag mit Lauftraining begonnen, die Intensität während der Woche stückweise gesteigert und werden Dincic am Samstag zur Verfügung stehen. Aust erhielt nach einer eingehenden ärztlichen Untersuchung in Köln das Okay für seine Rückkehr auf die Rechtsaußenposition.
Fabio Schöttler soll nach seinem Mittelfußbruch zunächst Spielpraxis in der Ferndorfer Reserve sammeln, die am Sonntag HSC Eintracht Recklinghausen empfängt.
Guter Mix aus jungen und erfahrenen Spielern
Ansonsten konnten unter der Woche alle Spieler trainieren, die Voraussetzungen für das Spiel gegen den klaren Tabellenführer – aktuell hat Lemgo mit 29:3 Punkten sechs Zähler auf Ferndorf (2.) Vorsprung –stimmen also.
Apropos Tabellenführer: Was macht die HSG bisher eigentlich so stark?
Caslav Dincic erklärt die Stärke der Ostwestfalen so: „Sie verfügen über einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern und haben für jede Position einen großen und einen kleinen, wendigen Spieler. Damit können sie auf jede Deckungsvariante reagieren, dazu kommen zahlreiche Gegenstöße über ihre schnellen Außen. Sie stehen im Moment zu Recht da oben.“
Ortskundigen wird empfohlen, die Parkplätze an der Stadthalle, bei der Realschule und im Einkaufszentrum zu nutzen.
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