Fehlende Luft machte es spannend
15.11.2009 | 23:18 Uhr 2009-11-15T23:18:00+0100
RSV Eiserfeld - HSV Werdohl/Versetal 32:31 (16:14). Auf die Frage, ob ihm das Spiel gegen Werdohl gefallen habe, antwortete Eiserfelds Joachim Braun ganz pragmatisch.
„Spiele von uns gefallen mir immer dann, wenn wir gut gespielt und am Ende gewonnen haben”, erklärte der Trainer des RSV. Da gegen die HSV beide Kriterien zutrafen und durch die angereisten, lauten Gästefans zudem die Kulisse stimmte, war Braun zufrieden.
Weller und Oesterwind
ernteten Sonderlob
Bis zur Pause (16:14) hatten die Hausherren durch gute Abwehrarbeit dem Rückraum der Gäste um Shooter Herzog gut Paroli geboten, Torhüter Manuel Treude war wie in der Vorwoche wach auf seinem Posten. Dass Eiserfeld nach 30 Minuten „nur” mit zwei Toren in Führung lag, hatte Werdohl seinem Tempo zu verdanken.
„Die HSV spielt zurzeit wohl die schnellste Schnelle Mitte der Liga”, lobte Braun den Kontrahenten. So kam es, dass fast immer, wenn die Gastgeber vorne erfolgreich abgeschlossen hatten, sofort in der eigenen Abwehr „Alarm” angesagt war. Das kostete natürlich Schnellkraft und Kondition – Ressourcen, über die die personell angeschlagenen Eiserfelder zurzeit begrenzt verfügen. So war es beinahe zu erwarten gewesen, dass der RSV, bei dem die Youngster Nils Weller und Johann Oesterwind überragend spielten, nach der 45. Minute (29:24) zusehends Probleme mit der schnellen Rückzugsbewegung und einem präzisen Torabschluss bekamen.
Und die HSV rannte heran. Als in der 59. Minute das 31:31 gefallen war, zogen Befürchtungen in der Rundturnhalle auf, dass das Spiel nach Gevelsberg und Schwitten nun erneut gegen den RSV kippen könnte.
Doch dieses Mal sollten die Blau-Gelben die Oberhand behalten: 30 Sekunden vor Ende versenkte Karl Bäumner zum 32:31, der letzte Wurf der Werdohler wurde von Herzog neben das Tor gesetzt. Unglück im Glück für Eiserfeld gab es dennoch: Bei einer Abwehraktion verletzte sich Thomas Kunz am linken Arm, erste Vermutung (und Hoffnung) war eine Überdehnung der Muskulatur.
„Wenn man unsere aktuelle Personalsituation bedenkt, muss man vor der Mannschaft alle Hüte ziehen”, lobte Braun. Neben dem Fehlen der Langzeitverletzten Schneider und Scholz macht sich bemerkbar, dass sowohl Marc Philipp als auch Florian Weiskirch durch berufliche Gründe im Moment überhaupt nicht mit dem Team trainieren können. Braun machte bewusst: „Hätten wir gegen Gevelsberg und Schwitten die drei verlorenen Punkte geholt, wären wir trotz der Personalsituation jetzt auf dem ersten Platz in der Tabelle. Da sind unsere Ausfälle umso ärgerlicher.”
Eiserfeld: Treude, Dickel - Oesterwind (10/2), Bäumner (8/2), Weller (7), Weiskirch (3), Bender (2), Friesenhagen, Kraemer (jeweils 1), Steinebach, Kunz, Philipp.
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