Favoriten wollen sich nicht blamieren

Semih Yigit, hier mit Trainer Thorsten Nehrbauer, hat für den 1. FC Kaan-Marienborn zuletzt starke Leistungen gezeigt. Am Mittwoch heißt der Gegner im Kreispokal SG Siegen-Giersberg.
Semih Yigit, hier mit Trainer Thorsten Nehrbauer, hat für den 1. FC Kaan-Marienborn zuletzt starke Leistungen gezeigt. Am Mittwoch heißt der Gegner im Kreispokal SG Siegen-Giersberg.
Foto: Lutz Großmann
Was wir bereits wissen
  • Am Mittwoch gibt es sieben Achtelfinals und ein Wiederholungsspiel
  • C-Ligist SV Gosenbach freut sich auf den TuS Erndtebrück
  • 1. FC Kaan-Marienborn hat die kürzeste Anreise

Siegen-Wittgenstein..  Nur sieben Spiele heute Abend im Kreispokal-Achtelfinale – wie geht das? Die Erklärung: Das Zweitrundenspiel des SV Dreis-Tiefenbach gegen den Siegener SC am 21. September wurde beim Stand von 3:2 für den B-Ligisten abgebrochen. Staffelleiter Robert Buckard setzte die Partie zum Achtelfinal-Termin neu an, so dass sich der heutige Pokal-Abend aus sieben Drittrunden-Paarungen und jenem Wiederholungsspiel zusammensetzt. Deshalb muss der TuS Deuz noch auf seinen Achtelfinalgegner und den Termin für das Spiel gegen Dreis-Tiefenbach oder den SSC warten.

In den sieben Achtelfinalpaarungen sind die Favoritenrollen klar verteilt. Vor allem das heimische Oberliga-Duo 1. FC Kaan-Marienborn und TuS Erndtebrück kann sich daher nur blamieren. Das Team von Florian Schnorrenberg ist beim SV Gosenbach zu Gast, der sechs Klassen tiefer aber für Furore sorgt, nach acht Spielen noch ungeschlagen ist, die Tabelle anführt und in den Runden zuvor die höherklassig beheimateten Gegner SV Netphen (B-Liga, 4:0) und FC Hilchenbach (A-Liga, 1:0) aus dem Weg räumte. Dennoch: Alles andere als ein klarer Sieg für die aufsteigende Form beweisende Wittgensteiner wäre eine Sensation, zumal Schnorrenberg die Sache durchaus ernst nimmt: „Wir fahren mit dem Kader aus dem Beckum-Spiel nach Gosenbach.“ Auf den gesperrten Marcel Andrijanic wird er aber verzichten müssen.

Eine auf dem Papier etwas höhere Hürde stellt sich dem 1. FC Kaan-Marienborn in den Weg, aber die dürfte der Oberliga-Aufsteiger auch mit einem etwas veränderten Kader locker nehmen. Der Kurz-Trip führt nämlich in die Nachbarschaft zur SG Siegen-Giersberg. Das Team vom „Sender“ muss in der Kreisliga B1 aktuell nur dem FC Wahlbach den Vortritt lassen, hat also gute Chancen auf die Rückkehr in die Kreisliga A.

TSV Weißtal spielt in Sassenhausen

Dies zu erreichen, wird weit wichtiger sein als eine mögliche Pokal-Sensation gegen die Käner, die ihrerseits bestens in Schuss sind und in dieser Saison noch kein Pflichtspiel verloren haben. „Wir gehen die Sache mit dem nötigen Ernst an“, verspricht Trainer Thorsten Nehrbauer, wird aber trotzdem einige seiner Stammkräfte für das wichtige Liga-Spiel am Sonntag in Hassel schonen und denjenigen Akteuren mehr Spielanteile geben, die zuletzt ein wenig „hinten an“ standen. Es wird Mats Scheld und Co. freuen, endlich mal wieder zeigen zu dürfen, was sie können.

Knappere Spielausgänge sind in den übrigen Pokalpartien zu erwarten, denn mit dem FC Eiserfeld gegen den TuS Alchen und Grün-Weiß Siegen gegen FC Kreuztal treffen sich vier A-Ligisten. Die SG Mudersbach/Brachbach, die in der Liga zuletzt mächtig schwächelte, will sich bei B-Ligist SF Obersdorf/Rödgen ebenso schadlos halten wie der TSV Weißtal beim VfL Girkhausen. Der Bezirksliga-Aufsteiger ist trotz personeller Probleme Favorit beim B-Ligisten, der das Spiel in Sassenhausen austragen muss, weil es im Girkhausener Waldstadion kein Flutlicht gibt.