Faustballer kassieren zwei Niederlagen

Hilchenbach..  Die SG Kredenbach/Dahlbruchbleibt auch nach vier Partien sieglos. Nach schwachem Auftreten im niederrheinischen Voerde ging auch das erste Spiel vor heimischer Kulisse gegen den VfL Kellinghusen verloren.

Mut- und Kraftlos trat das Bundesliga-Team in Voerde auf. Gegen den Aufsteiger kam man nicht in Tritt und geriet aufgrund einer Vielzahl von Eigenfehlern schnell mit 4:11 und 7:11 in Rückstand. Auch der zwischenzeitliche Regen brachte keinen Umschwung. Viel zu selten kam man in eine aussichtsreichende Angriffsposition und überließ so den Gastgebern das Spielgeschehen. 8:11 und 6:11 hieß es in der Folge. Lediglich im letzten Satz agierte der Gast auf Augenhöhe. Der starke Zweitangriff des TV Voerde sorgte aber für die Entscheidung zum 9:11 und der damit gleichbedeutenden 0:5-Klatsche für die Siegerländer.

Gäste mit längerem Atem

Gegen Kellinghusen stand die Mannschaft um Spielertrainer André Hahn unter Zugzwang. Der VfL, gegen den die SG eine Woche zuvor noch knapp verlor, hatte in seiner Samstagsbegegnung den TSV Hagen 5:3 besiegt. Die Norddeutschen schienen auch daran anzuknüpfen. Bedingt durch unbedrängte Fehler auf Seiten der Siegerländer kam der Gast zu einer schnellen 2:0-Führung (9:11, 7:11). Im Gegensatz zum Vortag stimmte aber die mannschaftliche Geschlossenheit im Spiel der SG. Zur Satzpause konnte man durch ein 11:5 auf 1:2 verkürzen.

Diesen Schwung nahm das Team jedoch nicht mit in den vierten Satz. Der ging mit 11:5 an den VfL, ehe die Gastgeber ihre stärkste Phase hatten. Zweimal bewies die SG den stärkeren Willen und konnte beim Spielstand von 9:9 die beiden letzten entscheidenden Punkte setzen. Der Satzausgleich zum 3:3 sorgte somit für die zweite Pause, in der es nochmal galt Kräfte und Motivation für die letzten Durchgänge zu sammeln.

Das Duell auf Augenhöhe entwickelte sich zu einem Krimi. Den längeren Atem und das glücklichere Händchen hatten die Gäste, die mit 9:11 und 9:11 den Sieg sicherten.

„Den verschlafenen Start ausgenommen haben wir ein solides Spiel abgeliefert. Die kämpferische Einstellung stimmte, das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Angriff hat deutlich besser funktioniert als noch am Samstag gegen Voerde. Unser Manko sind jedoch weiterhin vermeidbare Fehler, gerade in den engen Phasen der Partie“, sagte Simon Spitzer, der gegen Kellinghusen in der Defensive an der Seite von Jan Tiepelmann und Philipp Müller stand.