Erndtebrücker und die Vorfreude auf das Gipfeltreffen am Papenloh

Doppel-Torschütze Laurenz Wassinger will
Doppel-Torschütze Laurenz Wassinger will
Foto: WP

Erndtebrück..  In einer Situation wie dieser wird auf vieles geachtet. Wie sieht es mit Gelben Karten aus? Wie schnell kehren angeschlagener Akteure in den Kader zurück? Für Oberliga-Tabellenführer TuS Erndtebrück zählt jede Position, jede Unwägbarkeit kann Nachteile bringen. „Ich hab schon eine Liste mit den von einer Gelb-Sperre bedrohten Akteuren in die Kabine gehängt“, erklärt Trainer Florian Schnorrenberg den Ernst der Lage vor dem Spitzenspiel am Sonntag am gefürchteten Papenloh bei Westfalia Rhynern.

Markus Waldrich und Tokio Nakai - das nebenbei - stehen bei vier Verwarnungen. Mit der fünften folgt ein Spiel Sperre.

Nun, in der Partie beim Rangdritten, sind beide dabei. Das sieht zum Beispiel bei Ryo Kaminishi anders aus, der am liebsten mit seinem angerissenen Innenband auflaufen würde. Aber das geht natürlich nicht.

Ob es bei Narcisso Lubasa schon klappt? Der hat nach seinem Faserriss erste Laufeinheiten hinter sich gebracht. Im Abschlusstraining am Freitag soll noch mal getestet werden. „Die Chancen“, so Schnorrenberg, „stehen 40:60.“ Also gar nicht mal so schlecht.

Und wie sieht es mit der Chance aus, die Tabellenführung in Rhynern zu verteidigen oder gar auszubauen? „Die Vorfreude ist riesig auf dieses Spiel“, gewährt der Trainer einen Einblick in die Stimmungswelt seines Teams. Und er verrät nicht zu viel, wenn er andeutet: „Es wird ein richtig gutes Spitzenspiel...“

Beide Seiten haben dabei einiges in die Waagschale zu werfen. Die Gastgeber zum Beispiel ihre ungeheure Heimstärke. Mit 35:5 Toren bringt es die Westfalia auf die selbe Differenz wie die Erndtebrücker (38:8). Bei einem absolvierten Heimspiel weniger sammelten die Rhynerner 29 Punkte (Erndtebrück 31). Und der Zuschauer-Zuspruch nimmt am Papenloh für Oberliga-Verhältnisse ungeahnte Höhen an. So sahen am Mittwoch vor acht Tagen den Auftritt von Nachbar RW Ahlen 1200 Fans.

Die Erndtebrücker halten ihre Beständigkeit dagegen. Abgesehen vom unnötigen 0:2 im letzten Auswärtsspiel in Neunkirchen können die Wittgensteiner auf fünf souveräne Siege aus den voran gegangenen sechs Spielen verweisen.

Entschieden indes wird das Rennen um einen der ersten beiden Plätze am Sonntag nicht. „Dafür ist die Saison noch zu lang“, so Schnorrenberg.