Ermüdungsbruch wirft Sabrina Mockenhaupt zurück
02.01.2012 | 21:21 Uhr 2012-01-02T21:21:00+0100
Wilnsdorf.So eng liegen Freud’ und Leid beieinander. Am Samstag noch jubelnde und viel umjubelte Siegerin beim 30. Silvesterlauf von Werl nach Soest (wir berichteten) und tags später verletzt. Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) merkte beim Lauftraining am Neujahrstag in ihrem Kurzurlaubsort Willingen-Upland, dass da mit dem Fuß irgend etwas nicht nicht Ordnung war.
„Ich spürte während des Trainings einen Druckschmerz. Deshalb habe ich sofort in Siegen beim Kreisklinikum angerufen und das Glück gehabt, dass ich den dortigen Sportarzt Dr. René Burchard erreichte, der mich sofort untersucht hat. Nach einer MRT war klar, dass ich einen Ermüdungsbruch im linken Fuß habe, gebrochen ist der vierte Zehenknochen. Der Fuß ist sofort ruhig gestellt worden. Jetzt muss ich mindestes eine Woche meine Füße wirklich stillhalten, ehe ich locker mit einem alternativen Training beginnen kann“, so die 31-jährige Obersdorferin.
Doch Sabrina Mockenhaupt konnte der Verletzung zum jetzigen Zeitpunkt auch etwas Positives abgewinnen: „Irgendwie bin ich froh, dass es jetzt und nicht erst in zwei Monaten aufgetreten ist, so ist die Vorbereitung auf den Marathonlauf bei den Olympischen Sommerspielen in London [3. bis 12. August] nicht in Gefahr. “
Diese Art der (Sport)-Verletzung ist ihr aber nicht fremd. Bereits 2006 erlitt sie einen Ermüdungsbruch im linken Oberschenkel, „was niemand vermutet hatte und deshalb auch nicht so schnell wie jetzt erkannt wurde. Ich kann jetzt rechtzeitig an meinen Baustellen anfangen zu arbeiten, um meinen Körper noch genauer zu beobachten.“
Kreisklinikum und Alternativtraining statt Camp in Spanien
Statt drei Wochen Trainingslager in Spanien, im sonnigen Andalusien (geplant vom 4. bis 21. Januar) bleibt ihr jetzt nur das regennasse Siegerland. Aber da fühlt sich die heimatverbundene „Mocki“ ebenfalls wohl. „Allerdings tut es mir auch etwas leid für meinen Zwillingsbruder Markus, der erstmals mit ins Trainingslager reisen sollte, um mit mir auch dort zu trainieren, denn ich bin froh, dass er so gut drauf ist, was mir beim täglichen Training geholfen hat.“
„Eigentlich habe ich nämlich noch Glück im Unglück gehabt, dass diese Verletzung nicht erst in Spanien aufgetreten ist und ich dann hätte wieder abreisen müssen.“
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