Erik Wudtke setzt gegen Mindener auf seine erfahrene Mittelachse

Daniel Mestrum, hier im Duell mit dem Torhüter der Duisburger, will am Samstag wieder treffen.
Daniel Mestrum, hier im Duell mit dem Torhüter der Duisburger, will am Samstag wieder treffen.
Foto: WP

Ferndorf..  Trainer Erik Wudtke hat für das zweite Heimspiel des Jahres in der 3. Handball-Liga wieder mehr Optionen auf der Mittelposition. Gegen die zweite Mannschaft des Bundesligisten GWD Minden kann der Coach des TuS Ferndorf auf einen völlig genesenen Simon Breuer zurückgreifen.

Gegen Schalksmühle/Halver und in Leichlingen hatte es wegen der Auswirkungen einer hartnäckigen Grippe nur zu sporadischen Einsätzen gereicht. Seit Beginn dieser Woche steht er im Training wieder voll im Saft.

Aufgeblüht

„Gerade gegen die Mindener ist es wichtig, erfahrene Leute auf dieser wichtigen Position zu haben“, freut sich Erik Wudtke, neben dem regelrecht aufblühenden Alex Koke auch Simon Breuer wieder als feste Größe präsentieren zu können.

Koke hatte in Leichlingen, beim hauchdünnen 22:21, einen Sahnetag erwischt, zwölf Treffer erzielt. Doch den so wichtigen 22. Treffer hatte Breuer gesetzt - in seinem letzten Kurzeinsatz auf Leichlinger Parkett.

Gemischte Gefühle

Dennoch sieht Erik Wudtke dem Duell mit den Mindenern mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Weltmeisterschaft in Katar macht’s möglich. „Die Zweitvertretungen dürfen in der spielfreien Zeit deutsche U23-Spieler aus dem Bundesliga-Kader einsetzen. Das macht die Mannschaften unberechnbar.“

Wundertüte GWD Minden also. Spieler wie Nils Torbrügge, Yves Kunkel oder Jannik Jungmann erwartet Wudtke auf dem Stählerwiese-Parkett. Und dabei hält der Kölner das Team seines Kollegen Markus Ernst eh schon für eine ausgesprochen gute Mannschaft.

„Angst“, das hatte Erik Wudtke schon im Vorfeld des Leichlingen-Spiels von sich gegeben, „Angst haben wir aber vor keiner Mannschaft.“ Warum auch? Eher müssten die Gegner mit einer gewissen Ehrfurcht zu den Ferndorfern aufblicken. 14 Siege in Serie, eine mit allen Wassern gewaschene Abwehr und eine mannschaftliche Geschlossenheit, die ihresgleichen sucht. Dass kein Ferndorfer im Vorderfeld der Torjägerliste zu finden ist, kann dafür als Indiz angesehen werden. Beim TuS macht jeder seinen Job.

Eindrucksvoll

Und das wird auch gegen den Gast von der Weser wieder so sein, egal, ob der verstärkt antritt oder nicht. Allein die eindrucksvolle Tordifferenz von 104 spricht Bände. Zum Vergleich: Die Mindener bringen es als Vierte gerade mal auf 31.