Erich Hofmann ist überallTurnfeste seit 1860 -Transportfrage heute

Erich Hofmann vom TV Kreuztal. Hioer ist er als Moderator beim Gillerbergfest zu sehen.
Erich Hofmann vom TV Kreuztal. Hioer ist er als Moderator beim Gillerbergfest zu sehen.
Foto: Föst, Bastian

Siegen..  Inzwischen werden schon die Tage gezählt, bis dass es endlich los geht. Bis dass sich die Turnerinnen und Turner aus den beiden benachbarten Landesverbänden Rheinland und Westfalen zum 3. NRW-Landesturnfest in der Krönchenstadt Siegen treffen.

Hinter den Kulissen wird gewerkelt, werden seitenlange Listen durchgearbeitet, wird täglich stundenlang telefoniert. „Ich bin während der Turnfesttage auch über eine spezielle Hotline erreichbar“, sagt Erich Hofmann (TV Kreuztal), der Arbeitskreis-Leiter Logistik, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das muss auch so sein, denn es kann immer mal wieder etwas nicht so laufen wie geplant“. Der Turnfest erfahrene Kreuztaler zählt zu den Funktionären, die die Fäden im Hintergrund ziehen.

„Festzug“ nur als Pendelmarsch

Heute ist er mit den WTB-Verantwortlichen in Siegen, am Kölner Tor und auf der Sandstraße. Dort, wo die 300 Meter lange „Turnfestmeile“ geplant ist. Der genaue Standort der Magnetbühne ist das wichtigste Tagesthema. Dort, wo ab der Eröffnungsfeier am Mittwoch-Abend jeden Tag „Action“ angesagt ist, wo sich die Turnfest-Besucher gut unterhalten fühlen sollen. Sich in der Innenstadt aufhalten oder auch mal bis zur Siegerlandhalle flanieren, dem zweiten Mittelpunkt dieses landesweiten Treffens der rund 7000 Aktiven.

„Flizzies“ seit 1985 in Detmold

Neben den einigen Hundert Helferinnen und Helfern aus den Vereinen hat Erich Hofmann noch weitere 200 engagiert, die sogenannten „Flizzies“. Diese Bezeichnung hat er - gemeinsam mit dem WTB-Geschäftsführer Dieter Rabe bei einem Bergtouren-Urlaub kreiert. „Das Wort gefiel uns so gut, dass wir die Helferinnen und Helfer erstmals beim Landesturnfest in Detmold 1985 und nachher auch beim Deutschen Turnfest in Dortmund/Bochum 1990 so genannt haben - und in Siegen nennen wir sie auch so. Ob rund um die Turnfestmeile, beim Jugendtreff im Außengelände der Berta-von-Suttner-Gesamtschule oder dem Show-Bereich in und rund um die Siegerlandhalle - die „Flizzies“ werden überall zu sehen sein.

Darüber hinaus hat sich Erich Hofmann teilweise auch um das Rahmenprogramm bei der Eröffnung gekümmert. „Einen Festzug im eigentlichen Sinne wird es (leider) nicht geben“, sagt er, „aber die Fahnenträger treffen sich zunächst am Rathaus, wo die offizielle Eröffnung stattfindet, gehen dann, angeführt und begleitet von drei Spielmannszügen, steil bergab durch die Kölner Straße zum Kölner Tor, um dort einen farblichen Rahmen zu bilden.“ Danach geht’s für die über 100 Fahnenträger (knapp 125 sollen es laut Anmeldung sein) wieder hoch zum Rathaus, wo die „guten Stücke“ während der Turntage im Ratssaal ausgestellt und von Jürgen Betz (TuS Ferndorf) sowie Friedrich Hofmann (TV Kreuztal) während der Besichtigungszeiten mit Argusaugen bewacht werden.

„Aber wir haben auch eine Anlaufstelle für unsere Ehrenamtlichen im Foyer der Siegerlandhalle geschaffen, einen Ort, wo sie mal verschnaufen können und dort von Bärbel Neuhaus (TG Grund), der Ehefrau des Bezirks-Vorsitzenden Nord, Erich Neuhaus, betreut werden“, so Erich Hofmann.

„Turnfeste sind ganz besondere Erlebnisse und haben eine lange Tradition. Seit sich die Turner 1860 erstmals in Coburg trafen, gehören die sie zum unverzichtbaren Leben der Turnverbände,“ so Hans-Joachim Dörrer (WTB).

Eine große Herausforderung für die Turnfesttage ist heute der Transport der Teilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

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