EJOT-Team fast schon meisterhaft
05.09.2010 | 22:26 Uhr 2010-09-05T22:26:00+0200
Hannover/Kreuztal-Buschhütten. Vor dem vorletzten Bundesliga-Wettkampf in Hannover hatten die Verantwortlichen des EJOT-Teams TVG Buschhütten die Verteidigung der Tabellenführung ausgegeben. Mit dem 2. Platz klappte dies auch. Doch der Weg dorthin war mit einigen Problemen und Missgeschicken gepflastert.
Zwei schwere Stürze beim Training
Bereits im Vorfeld hatten einige Buschhüttener Athleten aufgrund von Verletzungen oder anderer Startverpflichtungen absagen müssen.
Dennoch war die Mannschaft mit Ivan und Denis Vasiliev, Tim Lange, Jonathan Zipf und dem kurzfristig aktivierten Niederländer Luc van Es gut besetzt. Doch bereits am Vortag des Wettkampfes passierte das erste Missgeschick. Beim Warmfahren auf der offiziellen Radstrecke stürzten Denis Vasiliev und Luc van Es schwer. Denis Vasiliev hatte sich eine komplizierte Fraktur des Daumens zugezogen, an einen Start war nicht mehr zu denken. Bereits am heutigen Montag wird der russische Triathlet im Kreisklinikum Siegen operiert.
Auch der Niederländer Luc van Es war arg in Mitleidenschaft gezogen. Ein abgerissener Fingernagel und mehrere Schürfwunden trug er davon. Nun fehlte dem EJOT-Team nur wenige Stunden vor dem Rennen der so wichtige fünfte Mann. Der Sportliche Leiter Hauke Horstmann telefonierte mit dem polnischen Meister Marek Jaskolka. Jaskolka, der ursprünglich für die 5. Position vorgesehen war, musste vor einer Woche im Krankenhaus an einem Abszess operiert werden. Da er aber wusste, dass es für sein Team in Hannover bereits zu einer kleinen Vorentscheidung um den Titelkampf kommen könnte, gab er kurz entschlossen sein o.k. für einen Start und reiste noch in der Nacht aus Berlin nach Hannover an.
Am Morgen des Wettkampftages wurde dann der Finger von Luc van Es nochmals behandelt und der Niederländer konnte starten.
Der Rennverlauf gestaltete sich für die Buschhüttener anfangs alles andere als günstig. Nur Ivan Vasiliev platzierte sich nach den 750 m im Schwimmen im Vorderfeld. Jonathan Zipf hatte Pech, er verlor seine Schwimmbrille und damit den Anschluss an die erste Radgruppe. In der zweiten Gruppe befanden sich Tim Lange und Luc van Es.
Pech beim Ausziehen
in der Wechselzone
Marek Jaskolka hatte nach an sich gutem Schwimmverlauf Pech in der Wechselzone. Beim Ausziehen seines Neoprenanzuges öffnete sich auch sein Rennanzug, beim Wiederanziehen verlor er wichtige Sekunden und Meter und verpasste die zweite Radgruppe.
Beim Radfahren auf der 17 km langen Runde arbeiteten die Triathleten aus Witten hervorragend zusammen. Alle fünf Wittener befanden sich in der ersten Radgruppe und vergrößerten den Vorsprung auf die zweite Gruppe am Ende auf fast 50 Sekunden. Damit war klar, dass es nun besonders auf den abschließenden 5-km-Lauf ankommen würde.
Die Triathleten aus Witten waren an diesem Tag nicht zu besiegen.
Die EJOT-Triathleten wuchsen beim Lauf über sich hinaus. Allen voran Ivan Vasiliev, der auf dem 3. Platz landete und Jonathan Zipf, der sich mit der besten Laufzeit noch auf den 8. Platz der Gesamtwertung vorkämpfte.
Der Niederländer Luc van Es kämpfte trotz Schmerzen verbissen um jeden Platz und jeden Meter. Er wurde mit dem 14. Platz belohnt.
Damit war klar, dass es besonders auf den vierten Starter im EJOT-Team ankam. Hier sicherte Tim Lange mit dem 27. Platz den zweiten Rang. Marek Jaskolka war seine Behinderung durch die erst vor einer Woche erfolgte Operation noch deutlich anzumerken, aber auch er kämpfte bis zum Schluss.
Knapp hinter dem EJOT-Mannschaft folgte das „Hansgrohe Team Schwarzwald“ um Weltmeister Daniel Unger, welches nur um fünf Platzziffern schlechter war. Nun führen die Buschhüttener Triathleten mit sechs Punkten die Tabelle vor den Teams aus Witten und Schramberg mit je 12 Punkten an.
Der letzte Bundesliga-Wettkampf findet am 18. September am Schliersee statt.
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