Ein Siegener gewinnt

Tim Hamann (Combat Club Cologne) besiegte den für das Fight Center Siegen kämpfenden Tolga Özgün (unten).
Tim Hamann (Combat Club Cologne) besiegte den für das Fight Center Siegen kämpfenden Tolga Özgün (unten).
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Von den fünf Kämpfern aus dem Fight Center Siegen, die am Samstag beim Auftakt zur größten deutschen Turnierserie im Mixed Martial Arts in Oberhausen in den Käfig stiegen, gewann nur Jamil Ibragimov. Einen starken Eindruck hinterließ trotz seiner Niederlage der 18-jährige Freudenberger Nils Fischer.

Oberhausen/Siegen..  Ein blauer Fleck auf der Stirn war das einzige sichtbare Zeichen am Körper von Nils Fischer, als er am Samstagabend in der König Pilsener Arena von Oberhausen seinen Kampf zum Auftakt der deutschen Turnierserie im Mixed Martial Arts (MMA) verloren hatte. Die Blessur am Kopf konnte der 18-Jährige verschmerzen, vielmehr wirkte die Niederlage im Kopf nach. „Ich bin auch heute noch mega enttäuscht, dass ich verloren habe“, sagte der Freudenberger, der im Weltergewichtskampf gegen den Schweizer David Mascatelli nach 2:33 Minuten in der ersten Runde die Segel streichen musste. Der Kampf wurde abgebrochen.

Den zwölf Jahre älteren Genfer wollte der junge Athlet aus dem Fight Center Siegen unbedingt bezwingen, um bei den MMA-Talentspähern zu punkten. In seinem erst dritten MMA-Kampf legte Fischer auch stark los, „doch dann habe ich etwas zu voreilig nachgesetzt.“ Es entwickelte sich ein Bodenkampf, in dem der unerfahrene Freudenberger in einen Würgegriff geriet. Weil er sich daraus nicht mehr hätte befreien können, schritt der Ringrichter ein – eine Entscheidung, die Fischer nachvollziehen konnte: „Ich wäre ansonsten wohl ohnmächtig geworden.“ So musste der Siegerländer seiner Unerfahrenheit Tribut zollen: „Ich habe einen Fehler gemacht und wurde dafür bestraft.“ Trotzdem: Für seine Leistung schlug dem Youngster viel Respekt entgegen; Anerkennung, die ihn moralisch aufgebaut und in seinem Ziel bestärkt hat, MMA-Profi zu werden.

Ob er bei der nächsten Station der MMA-Serie am 14. März in Hannover allerdings wieder in den Käfig steigt, ist offen. Fischer will seine körperlichen Nachteile gegenüber den älteren und kräftigeren Athleten in den nächsten Monaten mit Kämpfen im Ringen und Kickboxen aufholen und wohl erst wieder im Herbst seinen dann vierten MMA-Kampf bestreiten.