Ehrung für Schnauber und Schöne

Der Verbandstag des Westfälischen Tennis-Verbandes wählte  für drei Jahre ein neues Präsidium (von links): Rolf Hüttermann (Vizepräsident Personal und Finanzen/Bielelefeld), Gerti Straub (Vizepräsidentin Nachwuchsleistungssport/Oer-Erkenschwick), Lutz Rethfeld (Wettkampfsport Erwachsene/Münster), Verbandspräsident Robert Hampe (Hamm), Verbandsgeschäftsführer Andreas Plath, Christiane Pollmeier (Vizepräsidentin Jugendsport und Jugendbildung/Oeventrop), Norbert Krusch (Vizepräsident Sport- und Vereinsentwicklung/Gütersloh) und Elmar Schlüter (Vizepräsident Marketing und Öffentlichkeitsarbeit/Salzkotten).
Der Verbandstag des Westfälischen Tennis-Verbandes wählte für drei Jahre ein neues Präsidium (von links): Rolf Hüttermann (Vizepräsident Personal und Finanzen/Bielelefeld), Gerti Straub (Vizepräsidentin Nachwuchsleistungssport/Oer-Erkenschwick), Lutz Rethfeld (Wettkampfsport Erwachsene/Münster), Verbandspräsident Robert Hampe (Hamm), Verbandsgeschäftsführer Andreas Plath, Christiane Pollmeier (Vizepräsidentin Jugendsport und Jugendbildung/Oeventrop), Norbert Krusch (Vizepräsident Sport- und Vereinsentwicklung/Gütersloh) und Elmar Schlüter (Vizepräsident Marketing und Öffentlichkeitsarbeit/Salzkotten).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Beim Verbandstag des Westfälischen Tennisverbandes im Landesleistungszentrum Kamen wurde zwei heimischen Funktionären eine besondere Ehrung zuteil. Der ehemalige Bezirksvorsitzende Prof. Dr. Herbert Schnauber (Müsen) wurde zum WTV-Ehrenmitglied ernannt, Ex-Kreisvorsitzender Wolf-Heider Schöne (Deuz) erhielt die goldene Verbandesehrennadel.

Kamen..  Zwei langjährigen und verdienstvollen Funktionären aus dem Tenniskreis Olpe/Siegen-Witttgenstein ist auf dem Verbandstag des Westfälischen Tennisverbandes (WTV) im Leistungszentrum Kamen eine hohe Ehrung zuteil geworden.

Träger der goldenen Ehrennadel – die wird keineswegs jedes Jahr verliehen – ist ab sofort Wolf-Heider Schöne vom TC Schwarz-Weiß Deuz 77. Schöne führte den Tenniskreis 17 Jahre lang und wurde im März vergangenen Jahres auf der Frühjahrsversammlung in den Ruhestand verabschiedet. Sportlich machte Schöne noch vor kurzem auf sich aufmerksam, nämlich als Hallen-Westfalenmeister in der Altersklasse 80.

Die WTV-Ehrennadel in Silber wurde Prof. Dr. Herbert Schnauber überreicht. Der Müsener, Mitglied beim TC Buschhütten, führte 33 Jahre lang die Geschicke des Tennisbezirks Südwestfalen und im Spätherbst 2014 Platz für den Erndtebrücker Jörg Hochdörffer zu machen. Die 416 stimmberechtigten Delegierten des Verbandstages beschlossen einstimmig, Schnauber die WTV-Ehrenmitgliedschaft zu übertragen.

Überhaupt nahm die Würdigung des Ehrenamtes einen breiten Part in der Rede des WTV-Präsidenten Robert Hampe (Hamm) ein. Sein Dank richtete sich an alle Vereins-, Kreis-, Bezirks- und Verbandsfunktionäre. Sie seien in ihrer ehrenamtlichen Arbeit häufig bis an die Belastungsgrenze gegangen, die Aufgaben aber mit persönlicher Stärke und charaktervollem Auftreten aber gut bewältigt. Sein Appell: „Ich wünsche mir für alle Ehrenamtler, egal welche Funktion sie im WTV ausüben, dass ihnen der gebührende Anstand und Respekt entgegen gebracht wird.“

Den Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen konnten die Ehrenamtlichen allen Anstrengungen zum Trotz allerdings nicht aufhalten. Der WTV beklagte 2014 ein Minus von 2,75 Prozent. Das entspricht einem Verlust von 3810 Mitgliedern. Geschockt zeigte sich Hampe von der Tatsache, „dass wir 1105 Jugendliche verloren haben.“ Denn die Mannschaftszahlen und die Resonanz bei den Turnieren hätten eine andere, bessere Entwicklung vermuten lassen. Hampe ernüchtert: „Hier schlägt die Logik Kapriolen.“

Den Mitgliederschwund zu stoppen dürfte eines der kurzfristigen Ziele sein, doch wo steht der WTV im Jahr 2020? Um für alle Aufgaben, die sich insbesondere aus der demografischen Entwicklung ergeben werden, gewappnet zu sein, will sich der Verband neu strukturieren. Denn die vier Bezirke und deren untergeordnete Kreise haben eine hohe Uneinheitlichkeit. Das Ergebnis einer in Auftrag gegebenen Studie: Künftig werden die Bezirke mit Koordinatoren in den Kreisen arbeiten, die den Spielbetrieb zu organisieren haben. Der Bezirk als solches vertritt die Vereine gegenüber dem Verband, der wiederum seine Leistungen und Angebote gegenüber den Vereinen optimiert. Dies soll eine sinnvollere Aufgabenverteilung und ein schnelleres Handeln auf den einzelnen Ebenen gewährleisten. Mit einer Änderung der Satzung machten die Delegierten den Weg für die Strukturreformen frei.

Für Diskussionen sorgte der von Frank Kramer (Herdecker TV) eingebrachte Antrag zum Match-Tiebreak. Bekanntlich hatte sich der WTV-Sportausschuss für die Einführung des Match-Tiebreaks in allen Ligen und Altersklassen ab Sommer 2015 ausgesprochen. Kramer wollte dies stoppen, da seiner Ansicht nach der Match-Tiebreak nicht gewünscht sei. Da aber die WTV-Durchführungsbestimmungen nicht auf dem Verbandstag beschlossen werden, sondern nur im Sportausschuss, wurde nur pro forma abgestimmt. Mehrheitlich war man für die Beibehaltung des Beschlusses, doch Vizepräsident Lutz Rethfeld versprach, die Entwicklung im Sommer zu beobachten und möglicherweise am Ende der Saison neu zu überdenken.