Ehrgeizige Vorgabe nicht erfüllt
15.09.2011 | 21:36 Uhr 2011-09-15T21:36:19+0200Kreuztal.Vor dem Start in die neue Saison der 3. Liga West hatte Caslav Dincic für die ersten vier Spiele sechs bis acht Punkte angepeilt; nach den ersten beiden Spielen ist die ehrgeizige Vorgabe des Ferndorfer Trainers bereits nicht mehr zu erfüllen, bisher steht erst ein Zähler auf dem TuS-Konto. Ein Fehlstart? Dincic wägt ab: „Das will ich so nicht sagen. Wir dürfen nicht immer nur auf eine Stunde Spielzeit sehen, sondern müssen die vergangenen sieben Wochen im Blick behalten.
Positive Ansätze
waren vorhanden
Wäre die Vorbereitung optimal gelaufen und alle hätten trainieren können, hätten wir jetzt auch die ersten vier Punkte“, ist er sich sicher. Positive Ansätze waren in den ersten beiden Spielen erkennbar, aber unterschiedlich verteilt: Während gegen Minden in eigener Halle vor allem die Defensivarbeit über weite Strecken Lichtblicke beinhaltete, war die in Lemgo ein Totalausfall, dafür sendete der Angriff positive Signale. Die Bilanz: Krise hin oder her – es läuft zumindest noch nicht rund beim TuS Ferndorf. Personelle Ausfälle erschwerten auch in dieser Woche das Training des heimischen Drittligisten. Jonas Faulenbach musste mit Grippe das Bett hüten, nach dem ausgefallenen Peter Dettling hat nun auch Mirza Sijaric Probleme mit der Patella-Sehne, sein Einsatz ist fraglich. Bei Faulenbach und Torhüter Max Hamers geht Dincic dagegen davon aus, dass sie am Wochenende wieder zur Verfügung stehen. „Die Frage ist nur, in welcher Form. Max hat erstes Lauftraining absolviert, aber noch nicht voll belasten können“, so Dincic. Und ein Torwart, der im Training noch keine Wurfserien parieren musste, hält bekanntlich entweder alles oder gar nichts. Auch bezüglich der Videoanalyse mussten die Ferndorfer in dieser Woche wieder improvisieren, am Donnerstag lief das eigene Spiel gegen Lemgo noch einmal über den Bildschirm.
Der Grund: Beim Auftakt des nächsten Gegners, der Gummersbacher Reserve, war die Kamera defekt, beim ersten Heimspiel des VfL gegen die Ahlener SG tropfte Regenwasser durch die Decke, das Spiel konnte nicht angepfiffen werden. Kurioser Nebeneffekt: Die Ahlener warten nach zwei Spieltagen immer noch auf ihr erstes Spiel in der 3. Liga West, stehen mit 0 Punkten und 0:0 Toren zurzeit auf Platz 13 der Tabelle.
Das für die Ferndorfer Vorbereitung so fehlende Video-Studium der Gummersbacher Reserve kompensierte Dincic durch Gespräche mit verschiedenen Trainern, unter anderem mit Nordhemmerns Bert Fuchs. Der beschrieb die Oberberger, die seine Mannschaft am ersten Spieltag mit 33:30 besiegten, als die erwartet junge Mannschaft, die aber bereits über eine solide 6:0-Deckung verfügt. Und gegen die 6:0-Deckung der Mindener hatte Ferndorf am ersten Spieltag so seine liebe Mühe.
Beim dritten Spiel der Ferndorfer gegen eine Bundesliga-Reserve erwartet Dincic an der „Stählerwiese“ mit Robin Teppich Unterstützung für den VfL aus dem Oberhaus.
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