Duo vor unangenehmen Aufgaben

Milos Grujicic gastiert mit dem RSVE Siegen am Samstag beim SV Teutonia Riemke. Mit einem Sieg würden sich die Eiserfelder die Chance auf ein Aufstiegs-Endspiel gegen den TuS Ferndorf II bewahren.
Milos Grujicic gastiert mit dem RSVE Siegen am Samstag beim SV Teutonia Riemke. Mit einem Sieg würden sich die Eiserfelder die Chance auf ein Aufstiegs-Endspiel gegen den TuS Ferndorf II bewahren.
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Was wir bereits wissen
Tabellenführer TuS Ferndorf II geht mit Verstärkung aus der ersten Mannschaft als Favorit ins Heimspiel am Samstag gegen den HC TuRa Bergkamen. Vor einer unbequemen Aufgabe steht Verfolger RSVE Siegen, denn es geht zum abstiegsgefährdeten SV Teutonia Riemke.

Siegerland..  Seit Mittwochabend ist die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Handball-Verbandsligameister aus dem Siegerland stammt, schlagartig gestiegen. Jedenfalls rechnet man sich beim OSC Dortmund nach der zweiten Niederlage in Serie, dem 27:28 in Haltern, bei jetzt 16 Minuspunkten keine Chance mehr aus, den vier Zähler besser stehenden TuS Ferndorf II oder dessen einen Punkt dahinter liegenden Nachbarn RSVE Siegen noch abzufangen, zumal die beiden Lokalrivalen ja noch direkt gegeneinander spielen. Kommt es wirklich zu einem furiosen Finale in Kreuztal oder fällt die Entscheidung schon vorher?

TuS Ferndorf II – HC TuRa Bergkamen (Sa., 19,30 Uhr, Hinspiel 30:30). In einer Saison voller Überraschungen kann man sich fast in keinem Spiel sicher sein, wie es ausgeht. Und der Fünfte aus Bergkamen ist mit seinen Assen wie Spielertrainer Thomas Rycharski, Linksaußen Damian Nowaczyk, Pascal Terbeck und Alexander Bicker, an einem guten Tag jederzeit in der Lage, das Hinspielresultat zu wiederholen. Und dass die TuS-Reserve verwundbar ist, musste sich nach sechs Siegen in Serie zuletzt beim 20:27 in Haltern schmerzhaft eingestehen. „Ich denke nicht, dass meine Jungs sich deshalb einen Kopf machen oder nervös werden. Wir freuen uns, in dieser tollen Ausgangsposition zu sein und werden alles daran setzen, dieses Match zu gewinnen“, meint Coach Michael Lerscht. Da sein künftiges Team, die erste Mannschaft, erst am Sonntag spielt, besteht die Möglichkeit, Akteure mit Doppelspielrecht wie Patrick Bettig, Kevin John oder gar Julian Schneider einzusetzen und so die Qualität des ansonsten limitierten, weil zu sehr auf Tore von Kai Ronge angewiesenen Kaders im deutlich zu heben. Bis auf Keusgen und Markowski sind alle Akteure fit.

SV Teutonia Riemke – RSVE Siegen (Sa., 19 Uhr, Hinspiel 27:34). Vor dem Knaller in Kreuztal warten auf den Tabellenzweiten gleich zwei Gegner (nächsten Samstag kommt die HSV Plettenberg/Werdohl) aus den unteren Regionen, die keineswegs nur ums Prestige spielen, sondern um den Klassenverbleib. Der Ex-Oberligist aus Bochum ist durch drei, wenn auch knappe Niederlagen in Serie bei jetzt 19 Punkten keineswegs gesichert.

Im Training ins Zeug gelegt

„Wenn wir unsere zuletzt gezeigten Leistungen abrufen, ist mir nicht bange. Wichtig ist, dass wir von Anfang an Dominanz ausstrahlen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen“, lautet der Matchplan von Mirza Sijaric, der zu gerne seine kurze Tätigkeit in Eiserfeld (er geht als sportlicher Leiter nach Ferndorf) mit dem Oberliga-Aufstieg krönen würde und auf keinen Fall so kurz vor dem Endspiel-Ziel straucheln will. Da bis auf den lädierten Finger von Johannes Krause der gesamte Kader zur Verfügung steht und sich im Training mächtig ins Zeug gelegt hat, spricht nichts gegen den vierten Sieg hintereinander – außer die Tatsache, dass es in der Verbandsliga ständig Überraschungen gibt…