Doppelgold für Eva-Maria Nies

LGK-Sprinter Gasimou Kake (Zweiter von links) wurde über 100 Meter Zweiter und holte amSonntag noch Gold über die 200-Meter-Distanz.
LGK-Sprinter Gasimou Kake (Zweiter von links) wurde über 100 Meter Zweiter und holte amSonntag noch Gold über die 200-Meter-Distanz.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Zwölf Medaillen holten die für Siegerländer Vereine startenden Athletinnen und Athleten bei den Westfälischen U20/U18-Meisterschaften in Dortmund. Hinzu kam der kampflose Sieg der Wilnsdorferin Laura-Christin Kring (LG Olympia Dortmund) über 800 Meter der weiblichen U20.

Dortmund..  Ein Dutzend Medaillen, davon sechs goldene, gewannen die Athletinnen und Athleten aus dem Siegerland bei den Westfälischen Meisterschaften der Altersklassen U20 und U18 im Stadion „Rote Erde“ in Dortmund.

Im Schatten des Signal-Iduna-Parks ragte eine heraus: Eva-Maria Nies von der LG Kindelsberg Kreuztal durfte sich mit drei Medaillen schmücken. Sie holte sich den U18-Titel über 100 Meter und mit der LGK-Staffel sowie Silber über 200 Meter. Über 100 Meter zeichnete sich bereits vor dem Finale bei guten äußeren Bedingungen – trocken, 17 Grad, fast windstill – ein Duell mit der Vorlaufschnellsten Estelle Potthast (LC Paderborn) an. Im Endlauf aber steigerte sich Nies auf 12,19 Sekunden und siegte vor Potthast, die nicht mehr zulegen konnte. Über 200 Meter war nur Meike Gerlach (Preußen Münster) mit 25,31 Sekunden schneller als Eva-Marie Nies, die gut drei Stunden später das erwartete Staffelgold holte: Anna Kosina, Nies, Nina Scheld und Merle Hirsch rannten die auf sechs Staffeln beschränkte Konkurrenz in Grund und Boden, liefen gut zwei Sekunden früher durch’s Ziel als die LG Südsauerland auf Rang zwei.

Nies’ männliches Pendant – wenn auch nicht ganz so erfolgreich – war Vereinskollege Gassimou Kake. Bei der männlichen U20 war Platz zwei über 100 Meter folgerichtig, denn gegen Kai Köllmann aus der Talentschmiede des TV Wattenscheid 01 war kein Kraut gewachsen. Köllmann siegte klar vor Kake, der mit 10,93 Sekunden seine Vorlaufzeit einstellte und erneut unter der Norm für die Deutsche Jugendmeisterschaft in Jena blieb. Mit nur sechs Teilnehmern hielt sich am Sonntag die Konkurrenz über 200 Meter in Grenzen. Kake entschied das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Adrian Becker mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung für sich.

Hürdentitel für Julian Henrichs

Mehrfachstarter Julian Henrichs (LGK) haderte am Samstag im Weitsprung mit dem Anlauf und musste sich mit 5,-. als Achter zufrieden geben. Am Sonntag aber haute Henrichs richtig einen raus: Über 110 Meter Hürden trommelte er bereits im Vorlauf mit 15,07 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit auf die Bahn. Im Finale blieb die Uhr zwar erst bei 15,29 Sekunden stehen, doch reichte diese Zeit, um seinen härtesten Widersacher, Carl Christian Hanrath (Bielefeld), auf Distanz zu halten. Das starke Abschneiden der LGK-Hürdensprinter rundete Damian Corbalan Arevalo als Dritter ab.

Den einzigen Titel bei den Männern in einer technischen Disziplin für die LGK holte Jannik Otto. Im Speerwurf der U20 dominierte er mit im letzten Wurf erzielten 63,24 Meter, weit über der DM-Norm. Die Vorgabe für die Titelkämpfe in Jena verpasste Jule Kathreiner vom TV Jahn Siegen im Kugelstoß der U18 zwar deutlich, doch sie durfte sich über den Westfalentitel freuen. Mit 12,77 Meter, erzielt im fünften Versuch, distanzierte sie die zahlenmäßig enorme Konkurrenz (insgesamt 20 Stoßerinnen) deutlich.

Bei der weiblichen Jugend U20 waren die Starterfelder vor allem auf den Mittel- und Langstrecken sehr übersichtlich. Deshalb war es für Anna Katharina Hoffmann über 400 Meter flach und Hürden ein Leichtes, sich jeweils eine Silber- und Bronzemedaille zu sichern. Gleiches galt auch im Hochsprung der männlichen U20 mit lediglich vier Teilnehmern. So reichte Tom Hoffmann (CLV Siegerland) die Höhe von 1,82 Meter, um sich die Bronzemedaille abzuholen.