Dieser Titel ist mehr als eine Medaille

Freude über Goldmedaille und WM-Titel in Altenberg: Jacqueline Löllig aus Brachbach.
Freude über Goldmedaille und WM-Titel in Altenberg: Jacqueline Löllig aus Brachbach.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Altenberg..  Starke Konkurrenz? Hatte Jacqueline Lölling im Vorfeld der Junioren-Weltmeisterschaft im Skeleton tatsächlich von starker Konkurrenz gesprochen und von einem engen Titelkampf? Hatte sie. Nach den zwei Läufen im Eiskanal von Altenberg blieb den wahrlich hochkarätigen Gegnerinnen allerdings nichts anderes übrig, als der 20-jährigen Brachbacherin voller Ehrfurcht zur erfolgreichen Titelverteidigung zu gratulieren.

Selbst ihr Trainer David Lingmann grinste höchst zufrieden über das gesamte Gesicht, als er sagte: „Es waren zwei gelungene Fahrten von Jacqueline. Die Bahn war heute ziemlich schnell und anspruchsvoll. Daher war die Leistung – mit zweimal Bahnrekord – wirklich hervorragend.“ Was Lölling allerdings noch mehr freute: Mit dem Titelgewinn holte sie sich die Startberechtigung für die „große“ Bob- und Skeleton-WM vom 23. Februar bis zum 8. März in Winterberg. „Das war mein Ziel, darauf habe ich wirklich intensiv hingearbeitet“, erklärte die Athletin der RSG Hochsauerland.

Auf ihrer Heimbahn in Winterberg wird es für sie und die weiteren drei deutschen Starterinnen Tina Hermann (WSV Königssee), Sophia Griebel (BRC Riesa) und Anja Huber-Selbach (RC Berchtesgaden) allerdings erst in der zweiten WM-Woche ernst. Am Freitag, 6. März, beginnen um 11 Uhr die Läufe eins und zwei, während am Samstag, 7. März, ab 10 Uhr die Läufe drei und vier anstehen. „Auf meiner Heimbahn möchte ich natürlich in die Top Ten fahren“, sagte Jacqueline Lölling, „allerdings ist die WM das erste große Event an dem ich teilnehmen darf.“

Auf jeden Fall wird sie auch im Hochsauerland auf die riesige Unterstützung durch ihre Fans setzen können. In Altenberg feuerte sie eine knapp 20-köpfige Gruppe aus der Heimat an. „Ich wusste nicht, dass so viele Leute von zu Hause nach Altenberg kommen würden“, sagte die 20-Jährige nach dem Triumph - und war immer noch begeistert. So begeistert wie ihre Fans von den zwei sensationellen Fahrten, mit denen Jacqueline Lölling den Titel verteidigte und sich den Traum vom Start bei der Heim-WM in Winterberg erfüllte.