Die SG Laasphe/Niederlaasphe ist geboren

Bad Laasphe/Niederlaasphe..  Die Fußball-Ehe zwischen dem FC Laasphe und dem FV Niederlaasphe ist perfekt. Am späten Freitagabend stimmten die Mitglieder der beiden Vereine dem Vorschlag ihrer Vorstände, zur kommenden Saison eine Spielgemeinschaft zu bilden, mit überwältigender Mehrheit zu (die WP berichtete). Im brechend vollen Versammlungsraum des FV Niederlaasphe, dem Landgasthof Schäfer, registrierte der Vorsitzende Philipp Höse 67 Zusagen unter 76 stimmberechtigten Personen. Vier waren dagegen, fünf enthielten sich. Noch klarer war es beim FC Laasphe: 44 Ja-Stimmen, eine Gegenstimme, drei Enthaltungen.

Ab August werden also drei Mannschaften unter dem Namen SG Laasphe/Niederlaasphe an den Start gehen – je eine in der B-, C- und D-Kreisliga. „Für beide Vereine ist das ein wichtiger und großer Schritt“, freute sich Höse über die deutliche Zustimmung: „Ich hoffe, dass wir schnell zusammenfinden und daraus maximaler sportlicher Erfolg resultiert.“

Viel Überzeugungsarbeit

Vor der Abstimmung galt es für die Vorstände jedoch, viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Jeweils erst nach knapp zweistündiger Sitzung schritten die Vereine zur Wahl, denn trotz der „Vorarbeit“ galt es, viele offene Fragen klären. In Niederlaasphe gab es eine 45-minütige Power-Point-Präsentation, in der viele Dinge vorab bekannt gegeben wurden. Viele Mitglieder nutzten die Gelegenheit, ihre Meinung kund zu tun. „Die Diskussion war konstruktiv. Es war ein guter Austausch“, berichtete Marcel Zyber, Vorsitzender des FC Laasphe.

Nachgefragt waren vor allem Details. Warum ist der Schritt nötig? Wo wird gespielt, wo wird trainiert, wer macht was? Die Heimspiele der drei Seniorenmannschaften sollen im wöchentlichen Wechsel auf den Anlagen beider Vereine stattfinden, wobei in Niederlaasphe so häufig wie möglich der neue Naturrasenplatz und nur selten die Asche genutzt werden soll. Trainiert werden soll überwiegend auf dem Kunstrasen des Bad Laaspher Wabach-Stadion.

Geklärt wurden auch Personalien. Die erste Mannschaft, die in der Kreisliga B an den Start geht , wird im Gespann von Rolf Dickel und Martin Uvira trainiert. „Beide haben da kein Problem mit. Sie kennen sich lange, auch privat“, beantwortete Zyber die Frage, wie die Trainer die künftige Zusammenarbeit aufgefasst haben: „Martin findet es sogar gut und wichtig, dass jetzt auch jemand an der Linie steht.“

Dickel und Uvira können aus einem Kader von etwa 25 Spielern wählen, der durch den Zusammenschluss mehr Durchschlagskraft besitzen dürfte. Nachdem beide Vereine die aktuelle Saison im unteren Mittelfeld der Kreisliga B beenden werden, dürfte die SG Laasphe/Niederlaasphe in der kommenden Saison das Potenzial für einen Platz im vorderen Drittel besitzen. „Wir können jetzt auf Verletzungen und Sperren reagieren, sind auf allen Positionen doppelt besetzt“, freut sich Zyber: „Dass jetzt echter Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startelf herrscht, schadet auch ganz sicher nicht.“ Die Personalknappheit war der Hauptgrund für die Bildung der Spielgemeinschaft.

Die „Zweite“ wird Benjamin Markus, bisher Trainer des TuS Volkholz, trainieren. Für die „dritte Welle“ soll vermutlich Dieter Fischer, bisher Trainer der Reserve von Niederlaasphe/Puderbach, zuständig sein – bestätigt ist dies allerdings noch nicht.

Antrag rechtzeitig eingereicht

Die Zeit für die Bildung der SG drängte übrigens – schon gestern endete die Frist für den Antrag dazu. Dank guter Vorbereitung und Absprache mit dem Kreisvorsitzenden Marco Michel war dies jedoch kein Problem – der Anzhäuser hatte die entsprechenden Papiere gestern rechtzeitig auf seinem Tisch und wird seine Zustimmung geben. Damit werden die bisherigen Rivalen zur kommenden Saison gemeinsam an den Start gehen.