Die SG Laasphe/Niederlaasphe ist geboren

Marcel Zyber (links) und Martin Uvira
Marcel Zyber (links) und Martin Uvira
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Aus Rivalen werden Partner – schon zur neuen Saison. Die Mitglieder des FV Niederlaasphe und des FC Laasphe stimmten der Bildung einer Spielgemeinschaft zu.

Bad Laasphe/Niederlaasphe..  Die Fußball-Ehe zwischen dem FC Laasphe und dem FV Niederlaasphe ist perfekt. Am späten Freitagabend stimmten die Mitglieder der beiden Vereine dem Vorschlag ihrer Vorstände, zur kommenden Saison eine Spielgemeinschaft zu bilden, mit überwältigender Mehrheit zu. Im brechend vollen Vereinsheim des FV Niederlaasphe registrierte der Vorsitzende Philipp Höse 67 Zusagen unter 76 stimmberechtigten Personen. Vier waren dagegen, fünf enthielten sich. Noch klarer war es beim FC Laasphe: 44 Ja-Stimmen, eine Gegenstimme, drei Enthaltungen.

Ab August werden also drei Mannschaften unter dem Namen SG Laasphe/Niederlaasphe an den Start gehen – je eine in der B-, C- und D-Kreisliga (die WP berichtete).

Jeweils erst nach knapp zweistündiger Sitzung schritten die Vereine zur Wahl, denn trotz der „Vorarbeit“ der Vorstände galt es, viele offene Fragen klären. Und viele Mitglieder nutzten die Gelegenheit, ihre Meinung kund zu tun. „Die Diskussion war konstruktiv. Es war ein guter Austausch“, berichtete Marcel Zyber, Vorsitzender des FC Laasphe.

Nachgefragt waren vor allem Details. Warum ist der Schritt nötig? Wo wird gespielt, wo wird trainiert, wer macht was? Die Heimspiele der drei Seniorenmannschaften sollen im wöchentlichen Wechsel auf den Anlagen beider Vereine stattfinden, wobei in Niederlaasphe so häufig wie möglich der neue Naturrasenplatz und nur selten die Asche genutzt werden soll. Trainiert werden soll überwiegend auf dem Kunstrasen des Bad Laaspher Wabach-Stadion.

Geklärt wurden auch Personalien. Die erste Mannschaft, die in der Kreisliga B an den Start geht , wird im Gespann von Rolf Dickel und Martin Uvira trainiert. „Beide haben da kein Problem mit. Sie kennen sich lange, auch privat“, beantwortete Zyber die Frage, wie die Trainer die künftige Zusammenarbeit aufgefasst haben: „Martin findet es sogar gut und wichtig, dass jetzt auch jemand an der Linie steht.“

Dickel und Uvira können aus einem Kader von etwa 25 Spielern wählen, der durch den Zusammenschluss mehr Durchschlagskraft besitzen dürfte. Nachdem beide Vereine die aktuelle Saison im unteren Mittelfeld der Kreisliga B beenden werden, dürfte die SG Laasphe/Niederlaasphe in der kommenden Saison das Potenzial für einen Platz im vorderen Drittel besitzen. „Wir können jetzt auf Verletzungen und Sperren reagieren, sind auf allen Positionen doppelt besetzt“, freut sich Zyber: „Dass jetzt echter Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startelf herrscht, schadet auch ganz sicher nicht.“

Die „Zweite“ wird Benjamin Markus, bisher Trainer des TuS Volkholz, trainieren. Für die „dritte Welle“ soll vermutlich Dieter Fischer, bisher Trainer der Reserve von Niederlaasphe/Puderbach, zuständig sein – bestätigt ist dies allerdings noch nicht.

Offiziell ist die neue Spielgemeinschaft übrigens noch nicht, doch das ist Formsache. Der Vorsitzende des Fußballkreises, Marco Michel, hat den Antrag schon auf seinem Schreibtisch liegen, denn die Frist zur Beantragung von Spielgemeinschaften läuft am Sonntag ab. Ein negativer Bescheid ist nicht zu erwarten.