„Die Jugend ist unsere Zukunft“

Siegen..  Seit Dienstagabend ist Roland Schöler der neue Vorstands-Vorsitzende der Siegener Sportfreunde. Seit 42 Jahren gehört er dem Verein an, trat schon mit neun Lenzen in der Jugend im Leimbachtal gegen den Ball. Und der Fußball-Nachwuchs ist auch das große Steckenpferd des neuen Vereins-Chef. Wir sprachen mit Roland Schöler.


Herr Schöler, einige der Mitglieder wurden von Ihrer Nominierung am Dienstag doch etwas überrascht. Sie auch?

Nein, nein. Das war schon im Vorfeld so abgesteckt. Ich hatte mein Einverständnis gegeben. So überrumpelt wird hier keiner.


Hat es im Vorfeld auch schon Planungen gegeben, wie ein Zeitplan für eine sportliche Gesundung bei den Sportfreunden Siegen aussehen könnte?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jetzt ein Thema sein kann. Es gibt auch keinen irgendwie gearteten Zeitplan. Wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen und können nichts übers Knie brechen. Dass der jetzige Zustand uns allen nicht gefällt, dürfte klar sein. Es wartet viel Arbeit auf uns.


Sie hatten es in Ihrer Antrittsrede angedeutet. Ihr Augenmerk liegt auf der Jugend. Was können wir uns darunter vorstellen?

Wir müssen dahin kommen, dass wir in absehbarer Zeit vermehrt Talente aus den eigenen Reihen in den Seniorenbereich bringen. Die Jugend ist unsere Zukunft. Der Aufstieg unserer B-Jugend in die Bundesliga ist ein erstes Signal in diese Richtung. Darauf müssen wir aufbauen und alles tun, mit dieser Mannschaft den Klassenerhalt zu schaffen.


Es hat in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Kritik an der Vorstandsarbeit gegeben. Wie sehen Sie die Kompetenzen Ihrer Kollegen?

Ich denke, wir haben eine gute Mannschaft beisammen, die Vertrauen verdient und die bereit ist, hart zu arbeiten. Seit November bin ich bereits eng mit eingebunden in die Arbeit, als ich für die Nachwuchs-Abteilung eine Position übernahm. Ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind, der Erfolge zeitigen wird.


Wie Ihr Vorgänger Uli Steiner werden auch Sie einen Verein führen, der finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Gibt es hier in absehbarer Zeit erkennbare Fortschritte?

Natürlich wissen wir alle, dass das Geld an allen Ecken und Enden fehlt. Aber auch hier, denke ich, sind wir auf einem guten Weg. Mit einem funktionierenden Wirtschaftsrat, der uns hilft, Türen zu öffnen. Mit einem guten Partner wie msc-sports an der Seite, der viele Klinken putzt. Nur so kann Vertrauen erarbeitet werden.