Derbyniederlage bei TuS-Aufstieg zweitrangig

Diedenshausen..  Trotz der letztlich belanglosen 0:1-Derbyniederlage gegen den FC Ebenau gab sich Björn Kleinwächter, Trainer des TuS Diedenshausen, überglücklich: „Man kann nur stolz auf diese Mannschaft sein. Ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als diese Mannschaft im kommenden Jahr in der B-Liga zu trainieren.“

Schon vor dem Anpfiff herrschte in Diedenshausen Klarheit: Der TuS sichert sich die Meisterschaft der Fußball Kreisliga C und steigt in die B-Kreisliga auf. Dafür hatten die Red Sox Allenbach gesorgt, die im vorverlegten Spiel dem Tabellenzweiten, FC Eiserfeld III, ein 2:2 abtrotzten.

Somit liegt der TuS zwei Spieltage vor dem Ende der Saison mit acht Punkten Vorsprung auf Eiserfeld III uneinholbar vorne.

„Der Aufstieg ist über die gesamte Saison gesehen sehr verdient. Ich möchte mich bei allen Helfern bedanken, die diese perfekte Situation geschaffen haben. Sei es nun der Platzwart oder die Mannschaft. Alle haben mitgeholfen“, freute sich Kleinwächter.

So geriet das Derby vor einer Kulisse von etwa 200 Zuschauern nahezu zur Nebensache. Und dennoch: Der TuS Diedenshausen wollte seinem Publikum einen würdigen C-Liga-Meister präsentieren.

Die erste Torchance entstand aus einem schönen Solo von Philipp Dienst, der im Strafraum Nils Dienst gesehen hatte. Doch der Diedenshäuser Mittelstürmer verpasste den Ball knapp (15.). Bis dato dominierte der TuS klar die Partie, während Ebenau diszipliniert verteidigte. Eben wegen dieser defensiven Grundhaltung ließ der Meister den direkten Zug zum Tor vermissen und wirkte mit zunehmender Spieldauer ungewohnt ideenlos.

Nach dem Seitenwechsel entdeckte auch der FC Ebenau sein bis dahin abwesendes Offensivspiel und ging nach einer knappen Viertelstunde durch Sven Grauel sogar in Führung (60.). In der Folge agierte der frisch gekürte Aufsteiger überwiegend mit hohen, langen Bällen, worauf sich die bärenstarke Ebenauer Hintermannschaft schnell eingestellte.

„Ebenau hat besonders in der zweiten Hälfte einfach mehr Kampf und mehr Leidenschaft aufgeboten und daher verdient gewonnen“, zeigte sich Kleinwächter als fairer Verlierer.

So blieb der einzige Höhepunkt in der Schlussphase die völlig unnötige Rote Karte von Ebenaus Sven Grauel. Der FC-Torschütze foulte Julian Kleinwächter am Mittelkreis (75.).