Der Wille zum Erfolg ist bei allen spürbar

2:1 gewinnen - das wäre ein Ergebnis, das sich Trainer Michael Boris am Essener Uhlenkrug gegen den FC Kray gefallen lassen würde.
2:1 gewinnen - das wäre ein Ergebnis, das sich Trainer Michael Boris am Essener Uhlenkrug gegen den FC Kray gefallen lassen würde.
Foto: Rene Traut

Siegen..  „Es wird gespielt.“ Das Sport- und Bäderamt der Stadt Essen bestätigte am Mittag den erhobenen Daumen der Platzkommission, die soeben den Rasen des Uhlenkrug-Stadions begutachtet hatte. Es kann also los gehen, das Unternehmen Klassenerhalt der Siegener Sportfreunde in der Fußball-Regionalliga.

„Und natürlich wollen wir gleich zu Beginn der Runde ein Zeichen setzen“, steigt Trainer Michael Boris sofort in die Vollen. „Ein Sieg beim FC Kray soll es werden. Schaffen wir das, ziehen wir einen weiteren Konkurrenten mit unten rein.“

Großer Aufwand

Sieben Punkte mehr als die Siegener, nämlich 19, hat der Essener Club auf dem Konto. Das zeigt, wie wichtig in dieser frühen Phase der zweite Auswärtssieg dieser Saison wäre. Und Michael Boris scheut sich nicht, sogar einen gewissen Druck aufzubauen: „Natürlich müssen wir - und zwar generell...“

Die Mannschaft hat es verstanden. Allein der betriebene Aufwand in der Vorbereitung, die sich nicht auf das reine Trainings- und Konditionsprogramm beschränkte, hat dem Trainer gezeigt, dass ein großes Maß an Wille vorhanden ist, das rettende Ufer zu erreichen. „Für viele war es sicherlich die härteste Vorbereitung, die sie je mitgemacht haben“, lächelt der Coach, der zudem die Strapazen der Anreisen zu den verschiedenen Trainingsplätzen ins Feld führt.

„Stau-Freunde“

Allein in dieser Woche hieß es in Köln, Windeck und Wetzlar Trainingseinheiten zu bestreiten. „Da gab es kein Murren und kein Knurren“, so Boris. Und Daniel Schäfer, der Teammanager, ergänzt: „Selbst in diversen Staus auf der Autobahn litt die Stimmung nicht.“

Da titelten sich die Sportfreunde flugs in „Stau-Freunde“ oder „Freunde stehen zusammen“ um. Legt man diese Stimmung zugrunde, muss es doch auch auf dem Platz klappen. Der Trainer tat das Seine in Sachen Hausaufgaben dazu und nahm den FC Kray im Test bei der SSVg Velbert (2:2) unter die Lupe.

Die personelle Situation ist trotz der Verletzungen von Serkan Dalman, Til Bauman und Mathias Hartwig durchaus als entspannt zu bezeichnen. Zwar ist die Lage im zentralen Bereich der Vierer-Abwehrkette durch das Fehlen von Dalman und Bauman wenig erfreulich, doch stehen mit Ricardo Retterath und Carles Butte zwei Alternativen parat, um neben dem gesetzten Christopher Schadeberg in die Startelf zu rücken.

Neuzugänge hoch im Kurs

Dort stehen auch die Neuzugänge hoch im Kurs. Rückkehrer Mark Zeh - das versteht sich von selbst -, Verteidiger Walid Sekkour auf der linken Seite und ganz vorne Malte Nieweler gehören im Uhlenkrug zum Stammpersonal. Ob auch Daniel Micunovic, der vierte „Neue“, dazu gehört, wird sich zeigen.

Nicht in der Stratelf steht trotz schmerzfreier Vorbereitung Evangelos Papaefthimiou (Boris: „Er kratzt dran, muss sich aber gedulden...“).

Bouadoud gesperrt

Auch Markus Hayer („...ihn führen wir peu á peu heran.“) nimmt auf der Bank Platz. Nicht dabei ist Zouhair Bouadoud - er brummt seine Gelbsperre ab.