„Der Blutdruck steigt, sobald ein Deutscher am Start ist“

Hesselbach..  Aus aktuellem Anlass geht’s bei uns heute bergab – und zwar auf der Piste und mit Günter Gerhardt, dem Vorsitzenden des SV Oberes Banfetal, dem einzigen Verein in Wittgenstein, der einen beschneiten Skihang vorweisen kann. Seit gestern läuft der Skilift am „Hesselbacher Gletscher“ (siehe links).

Warum Ski-alpin, was fasziniert Sie an diesem Sport?

Es sind ganz klar die Berge und natürlich der damit verbundene Urlaub. Hinzu kommen sicher noch weitere Faktoren wie zum Beispiel die Faszination der Geschwindigkeit.

An welchem Skistar hängt Ihr Herz?

Da gibt es keinen. Vielleicht ein wenig Ingemar Stenmark oder auch ein wenig Toni Sailer. Die Rennen verfolge ich mit großem Interesse und der Blutdruck steigt, sobald ein Deutscher am Start ist.

Der SVO besteht nicht nur aus Skiläufern, sondern auch aus Fußballern. Sind sie auch in den Vereinsfarben aufgelaufen?

Nein, aber ich habe fast jeden Sonntag die Linienrichterfahne in der Hand.

Ohne Sport geht’s also nicht. Wie kamen Sie zum Job als Vorsitzender des SV Oberes Banfetal?

Das war 1976, als der damalige Vorsitzende Georg Weber kurz und knapp sagte: „Du musst das jetzt machen.“ Damals hieß der Verein noch Hesselbacher SV.

Wo liegt für Sie als Vorsitzender die größte Herausforderung?

Einen guten Nachfolger zu finden, der für alle Abteilungen gleichermaßen ein offenes Ohr hat.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Verein?

Dass ich das Glück habe, dass alle Bereiche mit kompetenten und engagierten Mitarbeitern besetzt sind.

In welcher Situation können Sie an der Piste regelrecht ausflippen?

Das kommt eigentlich nicht vor. Gut - Raser müssen zurechtgewiesen werden. Aber das geht auch ohne ausflippen.

Mal abseits der Piste: Wenn Sie die ehrenamtliche Arbeit in ihrem Verein betrachten, haben Sie größten Respekt vor…

…denen, die sich in der Jugendarbeit einbringen. In welcher Form ist egal.

Wünsch Dir ’was: An welcher Stelle könnte bzw. sollte der Sport in unserer Region besser gefördert werden?

Das ändert sich meiner Meinung nach im Laufe der Zeit. Jetzt sind es vielleicht die Sportstätten. Aber da will ich mich nicht unbedingt festlegen. Aber – Förderung geht IMMER.

Zum Schluss ein „Best of“: Was war für Sie bisher der schönste Moment Ihrer Sportlerkarriere?

Na ja, bei mir kann man sicher nicht von einer Karriere sprechen. Aber der Sieg bei der ersten alpinen Vereinsmeisterschaft im Jahre 1964, die Urkunde habe ich noch, war schon was Besonderes für mich.