„Das Sportinternat war ein Thema für unsere Sportler“

Wunderthausen..  Unter den deutschen Vereinen im Skilanglauf schaffte es der SK Wunderthausen in diesem Jahr auf Platz 6 der DSV-Rangliste. Florian Runte sprach darüber mit Stefan Küpper, dem zweiten Vorsitzenden des SKW.

1 Was bedeutet das Ergebnis für Ihren Verein?

Die Idee, diese Rangliste zu erstellen, ist neu. Deshalb haben wir keine Vergleichsmöglichkeiten zu früheren Jahren, aber es war sicher die bisher erfolgreichste Saison des Vereins. Das freut uns natürlich, zumal es in anderen Orten ganz andere Möglichkeiten gibt.

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Zum Beispiel?

In den Hochburgen in Bayern und im Schwarzwald gibt es teils echte Schneesicherheit und Internatsbetreuung für die Jugendlichen, während unsere Athleten „normal“ zur Schule gehen und nicht jeden Tag zum trainieren freigestellt werden können.

3 In Winterberg gibt es ein Internat für Wintersportler. Käme das für Ihre Sportler in Frage?

Der Verband hat uns das vorgeschlagen und die Überlegungen waren da. Das Internat ist aber verbunden mit einem Auszug von zu Hause, da haben sich unsere Sportler für den Moment dagegen entschieden. Das ist eine Entscheidung, die nicht nur mit dem Sport zu tun hat.

4 Mit Ihrer Tochter Charlotte Küpper und Elias Homrighausen sind zwei SKW-Sportler in den C-/D-Kader des DSV berufen worden. Welche Vorteile bringt das?

Zunächst mal ist die Kaderzugehörigkeit ein Status, der für die erzielten Erfolge im Vorjahr steht. Das hilft auch dem Stützpunkt, dessen Wert sich auch daran misst, wie viele Athleten einem Bundeskader angehört. Hier steht Winterberg mit elf Sportlern wieder deutlich besser da als vor einigen Jahren und dürfte seinen Erhalt gesichert haben.

5 Und für den Einzelsportler?

Der profitiert von einer Material-Förderung durch den Ausrüster des DSV, kleine Unterstützungen von der Sporthilfe und durch die Einladung zu Lehrgängen. Das alles spielt sich in einem überschaubaren Bereich ab, entlastet uns aber als Verein.

6 Apropos Förderung: Für den sechsten Platz in der DSV-Rangliste gab es eine Prämie von 150 Euro. Das ist doch eher eine symbolische Anerkennung.

So könnte man es bezeichnen. Bei dem, was wir ausgeben, hilft es uns nicht entscheidend weiter. Bei den Fahrten zu den Wettkämpfen kommen meist um die 1000 Kilometer Fahrtstrecke zusammen, dazu kommen Kosten für Unterkünfte und Material. Aber die Anerkennung, die der Verband mit der Zahlung symbolisiert, ist wichtig für uns. Wir nehmen die 150 Euro gerne und werden sie schon zu verprassen wissen.

7 Ist das Resultat wiederholbar?

Das ist wiederholbar, und das ist auch unser Ziel. Deshalb, weil alle unsere Sportler dabei bleiben. Einige können sich noch deutlich weiter entwickeln. Aber es gibt natürlich viele Unwägbarkeiten, wir haben es ja mit Jugendlichen zu tun.