„Das ist kein kleines Rad mehr, das wir hier drehen“

Wunderthausen..  Die drei Langlauf-Asse, die den Ski-Klub Wunderthausen in den vergangenen Monaten unter anderem mit Siegen beim Deutschlandpokal in die Schlagzeilen gebracht hatten, wurden bei der Jahreshauptversammlung nicht noch einmal gesondert geehrt. Stattdessen wurden Elias Homrighausen, Sebastian Marburger und Charlotte Küpper im Gasthof Homrighausen, wo sich 50 der 140 Mitglieder versammelt hatten, gemeinsam mit den elf weiteren aktiven Sportlern für den erfolgreichsten Winter der Vereinsgeschichte geehrt – mit Sach- und Flachgeschenken.

Starkes ehrenamtliches Engagement

Weil die Erfolge jedoch ohne das Team hinter Team nicht möglich wären, erhielten am Gründonnerstag drei Frauen einen Blumenstrauß: Dagmar Knoche, Ute Weber und Simone Küpper. Knoche für ihre erfolgreiche Arbeit als Trainerin, Weber und Küpper für ihre Verdienste in der Finanzmittelbeschaffung – denn die ist letztlich der Zweck, der hinter dem Betrieb von Loipe, Skihütte und Skiverleih auf der Pastorenwiese steckt. Weber und Küpper, die Frauen des Ersten und Zweiten Vorsitzenden, waren hier besonders fleißig im Einsatz, wurden aber nur stellvertretend für viele „Hüttenwirte“ geehrt. Im ausklingenden Winter waren am Wochenende jeweils sechs Personen bei Bewirtung der nordischen Wintersportler im Einsatz. Und das über Wochen. Ehrenamtlich.

Die Gelder, welche die Pflege der Trainingsstrecken sowie die Förderung der Sportler verschlingen, kommen nur zu geringen Teilen aus den Mitgliedsbeiträgen. Den Löwenanteil der Einnahmen erwirtschaftet der Förderverein des SK Wunderthausen auf der Pastorenwiese. „Das ist ja mittlerweile kein kleines Rad mehr, das wir hier drehen“, dankte Stefan Küpper, Zweiter Vorsitzender des Vereins, den Helfern, die damit die Bezuschussung von Lehrgängen, Material- und Fahrtkosten sowie der Startgelder für die jungen Leistungssportler möglich machten. 12000 Euro verschlang die Jugendförderung im vergangenen Jahr.

Nach einem Winter 2013/14, der den Namen nicht verdiente, aber die sündhaft teure Anschaffung eines Pistenspurgerät mit sich brachte, herrschte gähnende Leere in der Kasse. „Mit der Schneehöhe wächst der Kassenstand. Deshalb sind wir froh, dass wir knapp 60 Skitage auf der Pastorenwiese hatten“, so Küpper. Er ergänzte: „Jetzt haben wir wieder Rücklagen.“

Weil der Betrieb von Skihütte und Skiverleih mittlerweile eine laut Küpper „touristische Sparte“ des Vereins geworden ist, forderte das Finanzamt eine Aktualisierung der Satzung – sonst hätte dem Verein eine Aberkennung der Gemeinnützigkeit gedroht. Die Mitglieder nickten die Änderungen in den Formulierungen ab, aus den sich aber keine neue Ausrichtung des Vereins ergibt. Küpper: „Wir sind und bleiben ein Sportverein.“

Ein Beleg dafür ist das Vorhaben, sich zum dritten Mal um die Ausrichtung eines Laufs zum Deutschen Schülercup im kommenden Winter zu bewerben. Hier sollen sich die Talente, die hinter den im Deutschlandpokal erfolgreichen Assen heranwachsen, auch vor heimischen Publikum mit der nationalen Konkurrenz messen können.

Bei den Vorstandswahlen standen dieses Jahr die „Stellvertreter“ zur Abstimmung – und ließen sich bis auf zwei Ausnahmen in ihrem Amt bestätigen. Neu im Vorstand sind die Steinmeyer-Brüder: Daniel als stellvertretender Schriftführer, Michael als stellvertretender Alpinwart.

Drei neue Ehrenmitglieder

Zu Ehrenmitgliedern wurden Dr. Holger Probst, Adolf Womelsdorf und Dieter Riedesel (Wageners) erhoben. Großen Beifall für 60 Jahre Vereinstreue ernteten Leonhard Homrighausen, Manfred Knoblich und Helmut Lache. Seit 50 Jahren dabei sind Martin Weller, Gerhard Riedesel und Berthold Homrighausen. Zum 40 Mal ihren Beitrag entrichtet haben Rudolf Schimming, Norbert Hüster, Stefan Benfer. Daniel Steinmeyer ist seit 25 Jahren im Verein.

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