Damen-Teams vor dem Titelgewinn

Siegerland..  Es sieht ganz so aus, als würde die Saison 14/15 die erfolgreichste in der Geschichte des Handball-Kreises im Handball-Kreis Lenne-Sieg, denn in den nächsten Tagen und Wochen könnten eine ganze Reihe von heimischen Teams Meisterschaft und Aufstieg feiern. Und das gilt nicht nur für die beiden Männermannschaften des TuS Ferndorf, die den historischen Doppelsprung 3. /Liga/Oberliga vor Augen haben, sondern auch für das schwache Geschlecht. Die Frauen haben wegen ihrer Zwölfer-Staffel nur noch zwei Spieltage zu absolvieren. Und wie es der Spielplan will, können sowohl Landesliga-Spitzenreiter RSVE Siegen als auch Bezirksliga-Tabellenführer TuS Ferndorf am Samstag vor eigenem Publikum den entscheidenden Schritt zum Titelgewinn machen.

„Ich bin ganz sicher, dass wir es packen“, hält Ferndorfs Coach Hans Kania am Vorabend seines 51. Geburstags mit seiner Vorfreude auf die langersehnte Rückkehr in die Landesliga nicht hinter dem Berg. Sein Optimismus ist begründet, denn nach verkorkstem Saisonstart hat seine Mannschaft alle weiteren 15 Partien zumeist souverän gewonnen, wie auch das Torverhältnis von +147 (der zwei Zähler dahinter liegende Rangzweite aus Bösperde, der noch über die Relegation aufrücken kann, weist nur +75 auf) belegt.

Es käme somit einer Sensation gleich, wenn ausgerechnet der Tabellenvorletzte Halden-Herbeck II morgen (Beginn 16.30 Uhr) als Spielverderber fungieren könnte. Zwar kämpfen die Gäste noch um den Klassenverbleib, kommen als nicht nur zum Gratulieren, musste Ferndorf beim mühsamen 26:24-Hinspielsieg einen Sechs-Tore-Rückstand aufholen, aber das Team um Torjägerin Kati Horbrügger ist mittlerweile derart gefestigt, dass wohl kaum noch einmal so ein Kraftakt nötig wird. Es gibt sogar schon zwei Neuzugänge, deren Namen aber erst nächste Woche bekanntgegeben werden.

Wenn in Kreuztal der Anpfiff ertönt, könnte es einige Kilometer südlicher, in der Eiserfelder Rundturnhalle, schon Meistergesänge geben, denn das Landesliga-Gipfeltreffen zwischen dem RVSE Siegen und dem drei Zähler dahinter liegenden Verfolger HSG Gevelsberg-Silschede beginnt schon um 15 Uhr. Die Hürde für die Truppe von Karl Bäumner ist ungleich höher, aber der Heimvorteil und das Wissen, schon mit einem Remis Meister zu sein, notfalls aber im finalen Match in Unna den Sack zumachen zu können, verleiht den Eiserfelderinnen die nötige Lockerheit. „Wir haben ja schon in Gevelsberg mit dem 24:23-Sieg bewiesen, was wir drauf haben. Zwar macht mir die extrem lange Osterpause ein wenig Sorgen, weil der Rhythmus völlig weg ist, aber wir können in Bestbesetzung antreten und sind extrem motiviert“, meint Bäumner, der sogar schon zwei Neuzugänge präsentieren kann, nämlich die aus der Netphener A-Jugend herüberwechselnden Allrounderinnen Maja Birkner und Maike Setzer, die im Notfall sogar schon in Unna eingesetzt werden dürften.