Coup oder Lachnummer?

Wir kennen alle Nuri Sahin. Beim BVB ist er mit seinen mittlerweile 26 Jahren ein gestandener Profi. Geboren in Lüdenscheid, lernte er das Fußball spielen beim RSV Meinerzhagen, blieb dort bis zu seinem elften Lebensjahr, ehe es ihn in die große weite Fußballwelt zog.

Immer mal wieder besucht Sahin seine Heimat, schaut im Stadion Oststraße vorbei, schreibt Autogramme, lässt sich ablichten und sonnt sich gerne in seinem Status. Jetzt hat Sahin mit „seinem“ RSV einen ganz besonderen Deal eingefädelt. Die Vereinsführung spricht von einem „Glücksfall“. Sahin wird sich ideell als auch finanziell beim RSV einbringen. Und das ab sofort. Er wolle dem Rasensportverein Meinerzhagen „etwas zurückgeben“. Das Ziel: Bezirksliga halten, in die Landesliga aufsteigen, dann sogar rauf in die Westfalenliga. Respekt!

Wie viel Prozent Sahin von seinem üppigen Gehalt beim BVB für den RSV abzwackt? Stillschweigen! Aber es geht noch weiter: Nuri Sahin scheint beim BVB nicht ausgelastet zu sein, denn er soll als Co-Trainer einsteigen. Muss der Zeit haben...

Wer jetzt glaubt, wir liefern einen April-Scherz nach, der darf sich wundern. Die Geschichte stimmt. Sollen wir dem RSV jetzt zu diesem Coup gratulieren? Ich tue mich irgendwie schwer damit.
Lutz Großmann