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Triathlon-Bundesliga

Buschhütten zähmt Konkurrenz

01.08.2010 | 21:24 Uhr

Offenburg/Buschhütten. Das EJOT-Team TVG Buschhütten hat seinen Spitzenplatz in der Triathlon-Bundesliga am dritten Wettkampftag mit einem Sieg gefestigt. Das „Hansgrohe-Team Schramberg“ und das Asics-Team aus Witten belegten die Plätze zwei und drei.

„Es war mal wieder an der Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen“, freute sich Buschhüttens Team-Manager Rainer Jung. Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen des EJOT-Teams TVG Buschhütten den Ball flach gehalten. Der sportliche Leiter Hauke Horstmann und Rainer Jung überließen die markigen Sprüche den Mitkonkurrenten. So hatte der Team-Manager vom Hansgrohe Team, Heinz Lieblein, im Vorfeld geäußert:„In Offenburg werden wir alles auffahren, was wir können, damit wir gewinnen.“ Und auch Richard Gutt, Team-Manager des Asics-Teams Witten, äußerte in einem Bericht in unserer Zeitung: „In Offenburg wollen wir deutlich machen, dass wir zu den stärksten Teams gehören und unsere Titelchance wahren.“

Bereits bei der Vorbesprechung zum Wettkampf schworen Horstmann und Rainer Jung ihre Triathleten auf unbedingten Kampfeswillen und Siegermentalität ein.

Taktik ging für das Sprintrennen voll auf

Die von dem sportlichen Leiter Hauke Horstmann ausgegebene Taktik sollte im Sprintrennen voll aufgehen. Plan war es, bereits beim 750 m Schwimmen im 22 Grad warmen Gifizsee das Feld auseinander zu reißen. Frederic Belaubre, Ivan Vasiliev und sein Bruder Denis gehören in der Triathlon-Szene zu den weltbesten Schwimmern.

Nach 8:17 Minuten verließen die Drei als Erste das Wasser. Nur wenige Triathleten, darunter der Weltmeister von 2007, Daniel Unger, konnten dem Trio folgen. Pech hatte der Buschhüttener Tim Lange, der nach dem Schwimmen nur einen knappen Rückstand auf die Spitzengruppe hatte und es durchaus geschafft hätte, als 4. des EJOT-Teams dort vertreten zu sein. Doch beim Ausgang aus der Wechselzone und nach wenigen Metern auf dem Rad verlor Lange beim Überfahren einer Bodenwelle seinen Radschuh. Wie es die Regel vorsieht, ist das Barfuß-Radfahren verboten. Hätte Tim Lange das Rennen ohne Radschuh fortgesetzt, hätte er zwar den Anschluss an die Spitzengruppe geschafft, wäre aber nachträglich disqualifiziert worden. So hielt er sich an die Regeln, holte seinen Radschuh und setzte das Rennen fort. Dadurch hatten ihn aber schon bereits weitere 20 Athleten überholt.

Die 10-köpfige-Spitzengruppe, in der neben dem Buschhüttener Trio je zwei Athleten der schärfsten Konkurrenten im den Kampf um den Deutschen Meistertitel aus Witten und Schramberg vertreten waren, machte auf der vier Mal zu durchfahrenden 5,8 km Radrunde mächtig Druck. So vergrößerte sich der Vorsprung bis zum Ende der Radstrecke auf fast eine Minute. In der zweiten, aus mehr als 30 Athleten bestehenden Verfolgergruppe, befanden sich auch die Buschhüttener Jonathan Zipf und Tim Lange. Taktisch bedingt leisteten beide keine Führungsarbeit, um die große Gruppe nicht näher an das Spitzenfeld heranzufahren. Bei einem Sturz im großen Verfolgerfeld wäre beinahe der Buschhüttener Jonathan Zipf betroffen gewesen, als ein Athlet direkt vor ihm auf dem Rad stürzte. Durch einen Sprung auf den Bürgersteig konnte er selbst einen Sturz gerade noch vermeiden.

Nach dem Wechsel auf die 5 km lange Laufstrecke waren die Buschhüttener Fans zuversichtlich, dass an diesem Tag der Sieg wieder an ihre Mannschaft geht. Besonders der Franzose Frederic Belaubre glänzte auf der Laufstrecke. Er wurde am Ende Zweiter. Auf den späteren Sieger Toni Dodds aus Neuseeland hatte er einen Rückstand von etwas mehr als 5 Sekunden. Siebter wurde Teamkollege Ivan Vasiliev, obwohl er sich auf der Laufstrecke mehrmals übergeben musste. Mit der zweitbesten Laufzeit katapultierte sich Jonathan Zipf noch auf den 9. Platz. Denis Vasiliev wurde 14., Tim Lange 19.

DerWesten

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