Bunter Tausendfüßler lief durch Siegen
17.06.2011 | 22:19 Uhr 2011-06-17T22:19:00+0200
Siegen-Weidenau.Der 8. Siegerländer AOK-Firmenlauf über 5,5 km hat am Freitagabend die 8000er-Schallmauer nicht ganz durchbrochen. 7774 Läufer waren es genau, die sich vom Bismarckplatz aus auf den Weg machten Richtung Innenstadt und wieder zurück.
Zeitgleich wurde in Olpe ebenfalls ein Firmenlauf gestartet, zu dem auch einige tausend Läufer erwartet wurden. „Sonst hätten wir die 8000-er Marke geknackt“, bedauerte AOK-Regionaldirektor Dirk Schneider.
Es war ein bunter, ewig langer Lindwurm, der sich auf der Bismarckstraße in Bewegung setzte. Um Punkt 19.30 wurde der Pulk gestartet, den Startschuss gaben Silke und Michael von den AWO-Werkstätten. Rund 200 Läufer waren es allein von den AWO-Werkstätten Siegen und Westerwald.
Über dem Bismarckplatz kreiste eine kleine Drohne, die von weit oben Bilder des imposanten Menschengewirrs schoss. Organisator Martin Hoffmann von :anlauf atmete nach geglücktem Startschuss sichtlich durch, seine Gesichtszüge entspannten sich. Er wurde gestern von einem WDR-Team begleitet, das heute (Samstagabend) in der Lokalzeit (19.30 Uhr) Eindrücke vom Firmenlauf zeigt.
Schlussspurt erspart
Nach 17:39 Minuten bogen die ersten Athleten auf die Ziellinie ein. Tim-Arne Siden-stein und Tobias Dreier waren gleichauf, einen Schlussspurt ersparten sie sich. Hand in Hand liefen die beiden Läufer nach 17:39 Minuten über die Ziellinie, dicht gefolgt von Routinier Thomas Braukmann, der den ersten Firmenlauf 2004 gewonnen hatte. Unser Leichtathletik-Experte und Moderator Karl-Heinz Messerschmidt glänzte mit einigen wichtigen Details. Bei den Frauen gewann Lisa Jaschke (20:14 min.) vor Caprice Giehl (20:28 min.) und Rebekka Otterbach (21:59 min.). Die Läufer gaben ihr Bestes, einige ließen sich nach dem Zieleinlauf erschöpft auf den Boden fallen, im Spurt auf der Zielgeraden holten sie alles aus sich heraus.
Der Mann mit der Nummer 1, Siegens Bürgermeister Steffen Mues, kam etwas erschöpft, aber glücklich ins Ziel. „Heute war es schwer. Ich glaube, ich bin etwas zu schnell angegangen“, kommentierte Mues. Einen Läufer hatte es schlimm erwischt, er war schwer gestürzt und musste behandelt werden. Die Feuerwehr sprach gestern Abend von einem „internistischen Notfall“.
Richtig bunt ging es bei der Prämierung der besten Kostümierung zu. Die Teams liefen vor den zahlreichen Zuschauern eine Präsentationsrunde. Die „Turbo-Twins“ aus Neunkirchen (Firma Robert Thomas) hatten die Nase vorn, gefolgt von Greenpeace Siegen (Das laufen Atom-Moratorium) und den gewichtigen Ferndorf Rohren – Motto: Rohre von Natur aus rund.
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