Bobby Moore als großes Vorbild

Maß genommen: „Bobby“ Engelhard (links) als Wertmarkenverkäufer beim Hallenturnier des SV Setzen. Unterstützung erhielt er vom 75-jährigen „Oldie“ Horst Lindner
Maß genommen: „Bobby“ Engelhard (links) als Wertmarkenverkäufer beim Hallenturnier des SV Setzen. Unterstützung erhielt er vom 75-jährigen „Oldie“ Horst Lindner
Foto: WP

Setzen..  „Bobby ist wieder da.“ So freuten sich die Organisatoren beim Hallenturnier des SV Setzen auf dem Klafelder Schießberg. Denn mit dem 71-jährigen Manfred „Bobby“ Engelhard hatte sich ein treues Vereinsmitglied ausgerechnet im 60. Jahr seiner Vereinsmitgliedschaft noch einmal zu aktivem Tun im Kassenbereich aufgerafft.

Mangelware

An geeigneten Mitarbeitern für diese Schaltstelle des Turniergeschehens herrschte nämlich regelrecht Mangelware. Helmut Hiebler (70) und Horst Lindner (75) assistierten beim Karten- und Wertmarkenverkauf.

„Bobby“ Engelhard ist ein Allrounder in der Setzener Vereinsgeschichte. Aber warum „Bobby“?. Wir wollten es genauer wissen und gingen der Sache auf den Grund. Und siehe da, wir wurden bei der älteren Generation der Setzer Kicker fündig: Seinen Rufnamen „Bobby“ hatte Manfred Engelhard bereits zu Beginn der 60er Jahre bekommen, als er vom Nachbarverein VfL Klafeld-Geisweid auf die staubigen Gefilde der Obersetzer Höhe wechselte.

Hier spielte er einen derart souveränen linken Läufer, dass er gleich mit der englischen Fußballlegende Bobby Moore verglichen wurde.

Der langjährige Spielführer von West Ham United und Kapitän der englischen Nationalmannschaft bei ihrem WM-Sieg über Deutschland 1966 war zugleich das große Vorbild von Manfred Engelhard.

„Kunstrasenpapst“

Der Star von der Insel trug die Nummer 6 auf dem Buckel, als die Haubergsliga-Amateure im Siegerland zum großen Teil noch unnummeriert auf den heimischen Aschenplätzen kickten. Eine Statue vor dem Wembleystadion erinnert noch heute an Bobby Moore.

Eine solche hat man freilich noch nicht auf der Obersetzer Höhe installiert, obwohl „Bobby“ als „Kunstrasenpapst“ des SVS gilt und mit großem Engagement und vielen Helfern den ehemaligen „Staub- und Schlamm-Acker“ in eine schmucke Arena verwandelt hat. Die „Bobby-Tribüne“ in der Südkurve erinnert an die Verdienste Engelhards.

Acht Jahre Vorsitzender

Seit 1961 spielte „Bobby“ 15 Jahre lang in der 1.Mannschaft, stieg von der 2.Kreisklasse bis zur Bezirksklasse auf. Mitglied ist er schon seit 1955.

Schon in jungen Jahren hat er aktiv im Vorstand mitgearbeitet, zunächst als 2.Schriftführer, danach in fast allen anderen Funktionen. In den Jahren 1988 bis 1996 war „Bobby“ 1.Vorsitzender. Erst vor wenigen Monaten hatte er alle Trainer und Mitarbeiter der vergangenen Jahrzehnte zu einer Wiedersehensfeier ins vereinseigene Sportheim in Obersetzen eingeladen.

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