Benfe und Girkhausen wollen überraschen

Wittgenstein..  Flutlicht an für den Fußball-Kreispokal: Heute Abend steigt das Achtelfinale des DFB-Pokals auf Kreisebene, in dem noch vier Wittgensteiner Mannschaften im Wettbewerb sind.

SV Gosenbach - TuS Erndtebrück (19 Uhr). Nach Sassenhausen hat das Los den Erndtebrückern nun erneut einen C-Kreisligisten beschert. Trotzdem könnte es eine Nummer schwerer werden für den TuS, denn die Gosenbacher sind Tabellenführer der Kreisliga C1 und im bisherigen Saisonverlauf noch ungeschlagen. Im Pokal schaltete das Team von der „Alm“ mit Hilchenbach (1:0) und Netphen (4:0) zwei klassenhöhere Teams aus, was bei sechs Klassen Differenz natürlich null an der Favoritenstellung des Oberligisten Erndtebrück ändert.

Wie in Sassenhausen (13:0) und Feudingen (6:0) wird Schnorrenberg mit dem kompletten Oberliga-Kader antreten, wobei das Attribut „komplett“ relativ ist. „Wir haben ja derzeit nur 14 Feldspieler“, ärgert sich Trainer Florian Schnorrenberg noch über die Verletzungen aus dem Westfalenpokal-Spiel und die Rote Karte gegen Marcel Andrijanic vom Sonntag. „Anders als der Westfalenpokal hat der Kreispokal uns bisher ja Spaß gemacht. So gehen wir auch in Gosenbach ins Spiel.“

FC Benfe - VfL Bad Berleburg (19 Uhr). Es gibt unattraktivere Konstellationen für ein Achtelfinale: zwei Tabellenführer, die ihren jeweiligen Abstieg in der Vorsaison hervorragend verarbeitet haben, treffen in der Benfe aufeinander. Die Gastgeber stehen in der C-Liga oben, die Berleburger in der Bezirksliga. Der VfL ist logischerweise Favorit.

„Wir werden das Spiel seriös angehen, gegen Benfe ist Achtung und Respekt geboten“, sagt Trainer Ralph Schneider, der deshalb nur auf ein oder zwei Positionen „rotieren“ will. Einer, der ins Team rücken wird, ist André Nowak, der nach knapp drei Wochen Verletzungs- bzw. Krankheitspause wieder fit ist. Für ihn gibt es ein Wiedersehen mit Benfes Gerrit Blecher, der in Hilchenbach der erste Jugendtrainer von Nowak war. Blecher ist aktuell aber verletzt.

Doch auch ohne ihren Goalgetter setzten sich die Benfer zuletzt im Spitzenspiel der Kreisliga C mit 3:2 gegen Eschenbach durch – und das nach 0:2-Rückstand. Neben satten 41 Toren in neun Liga-Spielen erzielte Benfe gegen die klassenhöheren Teams SV Schameder (6:2) und VfB Banfe (7:1) spektakuläre Pokal-Ergebnisse. Und deshalb will VfL-Trainer Schneider noch nicht groß über ein mögliches Viertelfinal-Highlight gegen den TuS Erndtebrück nachdenken. „Es ist immer schön, wenn man die Möglichkeit hat, gegen so ein Top-Team zu spielen. Aber wir wollen das Fell nicht verteilen, bevor der Bär erlegt ist.“

VfL Girkhausen - TSV Weißtal (19 Uhr in Sassenhausen). Der VfL Girkhausen im Kreispokal-Halbfinale? Sollte der Verein heute Abend den Bezirksliga-Zweiten ausschalten, wäre dies möglich. Im Viertelfinale würde es entweder gegen die SF Obersdorf/Rödgen gehen (Kreisliga B) oder die SG Mudersbach/Brachbach (Kreisliga A) gehen.

Auch wenn der VfL gegen Weißtal krasser Außenseiter ist, rechnet er sich zumindest eine Chance aus. „Wenn wir unsere Top-Leistung abrufen, können wir auch einem Bezirksligisten Probleme bereiten“, sagt Girkhausen-Trainer Andreas Schneider, der verletzungsbedingt auf die Schlapp-Brüder verzichten muss. Spielen könnte hingegen Tim Saßmannshausen. Der talentierte Stürmer, der einst mit Bad Berleburg Bezirksliga-Meister wurde, hat beim VfL nach langen Problemen mit Bändern und an der Wade wieder mit dem Fußball begonnen.

„Mit Tim haben wir uns gut verstärkt, ich war fast ein Jahr an ihm dran“, freut sich Schneider über die Zusage. Zugleich bremst er die Erwartungen: „Man muss erst mal abwarten, wie fit er nach den ganzen Verletzungen wieder werden kann.“