BC Siegtal muss in die 2. Liga

Siegen..  Für die Billard-Asse des 1. BC 89 Siegtal ist der Abstieg aus der 1. Bundesliga bereits besiegelt. In bislang zwölf Partien kam der 1. BC 89 Siegtal nur zu vier Unentschieden. Zu wenig, um in der höchsten deutschen Spielklasse zu bestehen.

Ein Beinbruch ist dies für den vor 26 Jahren in Eiserfeld gegründeten Verein aber nicht. „Der Leistungsunterschied zwischen 1. und 2. Liga war für uns einfach zu groß“, sieht es erster Vorsitzender Jörn Kaplan, einer der zwei gebürtigen Siegerländer in der Bundesliga-Formation und Ehemann der dreifachen Deutschen Meisterin im Poolbillard, Ina Kaplan, realistisch und ergänzt: „In anderen Vereinen der 1. Liga wird für die starken Spieler viel Geld bezahlt. Bei uns gibt es nichts.“

Auch deshalb, weil das Vereinsdomizil in der Siegener Innenstadt zu eng und mit 1400 Euro Miete monatlich zu teuer ist. Doch vielleicht ist Besserung in Sicht. Siegens Bürgermeister Steffen Mues und Ottmar Haardt, erster Vorsitzender des Kreissportbundes Siegen-Wittgenstein, wollen dem Verein bei der Suche nach einer anderen Trainingsstätte helfen. Dann wäre der Verein auch in die Lage versetzt, in Kinder- und Jugendförderung einzusteigen.