Bärendienst erwiesen

Zouhair Bouadoud hat seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Der zweite Platzverweis des Elsässers in dieser Saison nahm den Sportfreunden die Chance, das knappe 1:0 aus der 10. Minute womöglich noch auszubauen, zumindest raubte er ihnen die Möglichkeit, sich weiter mut elf Mann gegen die drückenden Wattencheider zu stemmen.

Ihm selbst beschert der Platzverweis wohl schon jetzt den Marsch in die Sommerpause. Denn die zweite Rote Karte in einer Saison dürfte mit acht Wochen Sperre hart bestraft werden. Und damit wäre dieses Thema für „Zuzu“ erledigt.

Überhaupt: An Dummheit war die entstandende Rudelbildung nach dem Freistoßpfiff des Bergisch Gladbacher Schiedsrichters Dominik Jolk kaum zu überbieten. Auch der ansonsten so besonnene Konstantin Möllering, der sich in dieser Situation seine fünfte Gelbe Karte abholte und somit am Donnerstag gegen Viktoria Kökn gesperrt ist, sollte eigentlich wissen, wie man einen Vorteil nutzen kann: Freistoß nehmen, abdrehen, die Situation abhaken.

All’ dies mit dem Hinweis auf blank liegende Nerven im Kampf gegen den Abstieg billigend in Kauf zu nehmen, wäre der falsche Weg. Diese „Dienste“ sind prädestiniert für eine Geldstrafe.