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Aushängeschilder für den SK Wunderthausen

24.01.2015 | 12:00 Uhr
Aushängeschilder für den SK Wunderthausen
Die junge Mannschaft des Westdeutschen Skiverbandes: (Im Bild von links) Charlotte Küpper, Melina Schöttes (SC Oberhundem), David Kammmann, Sebastian Marburger, der frisch gekürte Deutsche Meister im Sprint, Elias Homrighausen und Trainerin Dagmar Knoche, wurden vom Vorsitzendes Skiklubs Wunderthausen, Dirk Weber, und Ortsvorsteher Martin Schneider im Gasthof Homrighausen für ihre herausragende Mannschaftsleistung beglückwünscht.Foto: Lars-Peter Dickel

Wunderthausen. 26 Jahre hat Wunderthausen auf einen solchen Triumph warten müssen, erinnert sich der Ski-Klub-Vorsitzende Dirk Weber beim Empfang für die Mannschaft des Westdeutschen Skiverbandes um den Deutschen Meister im Sprint Elias Homrighausen. „Jetzt weiß im Deutschen Skiverband jeder, wo Wunderthausen ist“, freut sich Weber über die Erfolge der Mannschaft, in der fünf von sieben Skilanglauf-Talenten aus dem Ski-Klub Wunderthausen kommen.

Weber nutzt die Chance vor rund 100 Gästen aus den Nachbarvereinen Girkhausen, Rückershausen Erndtebrück und Bad Berleburg sowie Vertretern des WSV, des Skibezirkes Rothaar und des Stadtsportverbands Bad Berleburg, Danke zu sagen.

Geschichte
Deutsche Meister des SK Wunderthausen

1988 Manuela Wahl – am 14. Februar Deutsche Junioren-Meisterin über 15 km klassisch und in der 3x5-km-Staffel und am 7. März Deutsche Senioren-Meisterin über 10 km in Hinterzarten.

1989 Manuela Wahl – Deutsche Meisterin am 3. Februar in der 4x5-km- Staffel – gemeinsam mit Heike Dickel aus Girkhausen und Simone und Stefanie Birkelbach aus Erndtebrück in Reit im Winkl.

1989 Ingo Weller – am 5. Februar bei den Deutschen Biathlon- Jugendmeisterschaften im Sprint über 7,5 km und beim Einzellauf tags zuvor.

Neben den Glückwünschen an Elias und seine Teammitglieder Charlotte Küpper, Melina Schöttes (SC Oberhundem), Stefanie Peters (SC Bödefeld), David Kammann, Sebastian Marburger und Juliana Dienst nennt Weber auch diejenigen, die großen Anteil an den herausragenden Ergebnissen haben: „Ich möchte Euren Hauptsponsoren danken – Euren Eltern, ohne die das alles nicht ginge. Und ich möchte Euren Trainern danken. Stefan Kirchner, Norbert Saßmannshausen, der als Wachser und Betreuer mit dabei war, und natürlich Dagmar. Ohne Sie würde die Sache in Wunderthausen gar nicht laufen.“ Gemeint ist die Wunderthäuser Heim- und WSV-Trainerin Dagmar Knoche. Sie erhält für ihr nimmermüdes Engagement Applaus und einen Blumenstrauß. Die Gelobte gibt das Kompliment aber gleich an ihre Schützlinge zurück: „Ich möchte mich erstmal bei Euch allen Fünf für die gezeigte Leistung bedanken. Ihr habt das in den letzten Wochen ganz, ganz toll gemacht.“

Kurz(s)pass- INterview
Elias’ Titel ist ihr schönster Moment
Elias’ Titel ist ihr schönster Moment

Bei uns geht’s heute in die Erfolgsspur – und zwar beim Langlauf mit den Skiassen des Ski-Klubs Wunderthausen. Wir fragen nach bei WSV-Trainerin Dagmar Knoche (rechts im Bild).

Warum Skilanglauf, was fasziniert Sie an diesem Sport?

Die Bewegung in der freien Natur. Sie macht den Kopf frei und entspannt.

Ist das Skilaufen für Sie eine „angeborene“ Leidenschaft und gab es irgendwann einen großen Moment der Erkenntnis, dass gerade diese Sportart Sie so fasziniert?

Ja, schon im Elternhaus spielte der Sport eine große Rolle. Vater, Onkel und Tante waren auch aktiv im Skilanglauf. Ich wurde schon sehr früh von meinem Vater auf die Ski gestellt und mit in die Loipe genommen.

Für welche Vereine und unter welchen Trainern sind Sie selbst an den Start gegangen?

Ich bin für den Ski-Club Girkhausen und den Westdeutschen Skiverband gestartet. Meine Trainer waren Gerhard Klose und Norbert Seifert.

Ohne Sport geht es einfach nicht. Wie kamen Sie zum Trainerjob beim Ski-Klub Wunderthausen?

Durch meine Familie. Mein Schwiegervater ist Gründungsmitglied des Ski-Klubs Wunderthausen und meinen Ehemann ist auch im Verein aktiv.

Wo liegt für Sie als Trainerin die größte Herausforderung?

Die Sportler immer wieder zu motivieren und auch bei Niederlagen wieder aufzubauen, bei Problemen an ihrer Seite zu sein und immer ein offenes Ohr für sie zu haben.

Was schätzen Sie besonders an Ihren Athleten?

Ihren Trainingsfleiß und ihre Disziplin, Schule und Leistungssport zu meistern. Eine tolle Truppe, die auch bei Niederlagen zusammen hält.

In welcher Situation beim Wettkampf können Sie regelrecht ausflippen?

Wenn die Sportler nicht bei der Sache sind, nicht richtig zuhören und schlechte Stimmung in der Mannschaft verbreiten.

Mal abseits von der Loipe: Wenn Sie die ehrenamtliche Arbeit in Ihrem Verein betrachten, haben Sie größten Respekt vor…

...allen, die ehrenamtlich arbeiten und viel Freizeit opfern. Es gibt immer weniger Menschen, die dazu bereit sind.

Wünsch Dir ’was: An welcher Stelle könnte bzw. sollte der Sport in unserer Region besser gefördert werden?

Für die Eltern ist der Leistungssport sehr teuer geworden. Es sollte für alle Schüler und Jugendliche eine bessere Förderung geben, z.B. sollten die Vereine mehr Gelder aus der öffentlichen Hand bekommen, um ihre Sportler besser zu unterstützen.

Zum Schluss ein „Best of“: Was war für Sie bisher der schönste Moment Ihrer Sportler- bzw. Trainerkarriere?

Letztes Wochenende in Oberwiesenthal mit dem Deutschen Meistertitel von Elias Homrighausen und in meiner Karriere der Meistertitel bei der deutschen Feuerwehrmeisterschaft im Skilanglauf.

Stellvertretend für den Bad Berleburger Bürgermeister, die Politik und die Wunderthäuser Vereine gratuliert Ortsvorsteher Martin Schneider den Sportlern: „Wir sind alle unglaublich stolz auch Euch. Ihr seid ein Aushängeschild für den Ski-Klub Wunderthausen.“ Und weil Elias Homrighausen und Sebastian Marburger im Nachbardorf Diedenshausen zuhause sind, freut sich auch dessen Ortsvorsteher Uli Dienst darüber, „dass die Dörfer so gut zusammenarbeiten“. Dienst bedankt sich bei Elias, der „eine Goldmedaille für Golddorf Diedenshausen“ geholt hat.

Die Vorsitzende des Stadtsportverbandes Ulla Belz erinnert daran, dass Elias Homrighausen noch amtierender Nachwuchssportler des Jahres 2014 in Bad Berleburg ist: „Dass Du gleich einen DM-Titel holen würdest, hat damals noch keiner geahnt. Aber wir haben es Dir gegönnt“ Es sei lange her, dass ein Deutscher Meister im Stadtgebiet gefeiert werden konnte und es sei „nicht nur dein persönlicher Erfolg, sondern wir freuen uns alle mit Dir.“

Richtig launig wird es anschließend mit dem Grußwort von Uli Selter vom TV Attendorn. Der gesteht, dass er sein Sweatshirt mit Elias’ Schweiß von der Umarmung nach dem Zieleinlauf noch zuhause habe. Selter lobt Trainerin Dagmar Knoche als „Jogi Löw von Wunderthausen“ und will künftig vor dem Fernseher darauf warten, dass Jochen Behle als Kommentator bei Eurosport fragt „wo ist Eli?“. Spontan in Attendorner Karnevalstradition trägt Selter dann eine gereimte Lobeshymne auf das gesamte WSV-Team vor, die mit den Worten schloss: „Ob Regen, Schnee, ob Sturmesbrausen, der Sieger kommt aus Wunderthausen.“

Lars-Peter Dickel

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Aushängeschilder für den SK Wunderthausen
Aushängeschilder für den SK Wunderthausen
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2015-01-24 12:00
Siegen-Wittgenstein