Aus dem Schatten getreten

Zumindest für einen Tag durften die Handballer der TSG Siegen heraustreten aus dem Schatten der „großen Drei“, die seit Jahren die Handball-Szenerie im Siegerland bestimmen: TuS Ferndorf, RSVE Siegen und TVE Netphen. Aus dem Zuschlag für die erstmalige Ausrichtung des Final-Four-Turniers um den Pokal des Handballkreises Lenne-Sieg machte die TSG das Optimale. Alle waren mit Vorbereitung, Organisation und Ablauf der immerhin fast siebenstündigen Veranstaltung zufrieden.

Dass es sportlich für die TSG-Männer nichts zu holen geben würde, war von vornherein klar, zog sich der A-Ligist gegen Eiserfeld aber im Halbfinale gut aus der Affäre, wurde jedes TSG-Tor frenetisch bejubelt wie überhaupt die Stimmung auf den gut besetzten Rängen in der Sporthalle Oberes Schloss prächtig war. Vor allem im hochklassigen Frauen-Finale zwischen dem TVE Netphen und dem SC Drolshagen schwappte die Welle hoch, denn die Johannländerinnen wurden von zahlreichen Anhängern lautstark unterstützt.

Da ging es beim Männer-Finale eher gediegen zu, weil die Spannung fehlte. Der RSVE Siegen füllte seine Favoritenrolle aus, nahm den Kreispokal mit und kann dies als Motivationshilfe für den Endspurt in der Verbandsliga nehmen. Denn hier lebt die Hoffnung des Sijaric-Teams trotz des Drei-Punkte-Rückstandes auf Spitzenreiter TuS Ferndorf II noch.