Auf dem Weg zum 24. Sieg

Freudestrahlend nach 23 Siegen: Ferndorfs Trainer Etrik Wudtke.
Freudestrahlend nach 23 Siegen: Ferndorfs Trainer Etrik Wudtke.
Foto: Biene Hagel

Ferndorf..  Für Eik Wudtke gibt es keine „leichten Spiele“. Und in Korschenbroich erst recht nicht. Von den sehr schwankenden Leistungen der Mannschaft vom Niederrhein wollen sich der Kölner und sein Team am Freitagabend (20 Uhr) jedenfalls nicht blenden lassen. Tabellenplatz zehn in der 3. Handball-Liga soll kein Maßstab sein. „Der TV Korschenbroich kann mehr, als diese Platzierung aussagt“, weiß der Trainer der Nordsiegerländer.

Auf dem Weg zum Endspurt ist vor der Osterpause also erneut die vernünftige Vorbereitung, die Einstimmung auf den Gegner, das A und O für die Ferndorfer.

Allein die beiden letzten Ergebnisse der Korschenbroicher zeigen, wie unterschiedlich das Team von Trainer Ronny Rogawska in dieser Saison auftritt. Stand der TVK im Heimspiel gegen den designierten Vizemeister VfL Eintracht Hagen am 6. März vor einer Riesen-Überraschung, als „sie den Sieg in der Hand hatten“ (Wudtke) und es am Ende eine knappe 31:32-Niederlage gab, so setzte es zuletzt bei Schlusslicht Eintracht Wiesbaden mit 24:32 eine derbe Abfuhr.

Werfen alles rein

„Das gibt dem Ausdruck Wundertüte der Liga die Berechtigung“, so Erik Wudtke, der bei der demon­strierten Beständigkeit seiner 23 Mal in Folge siegreichen Ferndorfer Formation eigentlich keine Sorgen haben muss, dass die Serie am Niederrhein reißt.

„Gerade gegen den Spitzenreiter aber wird der TV Korschenbroich alles, was er hat in die Waagschale werfen. Die Mannschaft wird es uns nicht leicht machen.“

Nun, der Versuch, den Lauf des Tabellenführers zu bremsen, ist legitim und erstrebenswert - ob er auch gelingt, steht auf einem anderen Blatt. „Es ist immer wieder erstaunlich“, so Wudtke, „wie fokussiert und konzentriert diese Mannschaft im Training arbeitet. Da lässt sich keiner in Anbetracht des bieher Erreichten hängen oder legt eine Pause ein. Davor kann ich nur den Hut ziehen.“

Personell gibt es beim TuS - außer dem Ausfall von Kevin John, der sich vor der dann beginnenden dreiwöchigen Spielpause richtig uskurieren darf - keine Probleme. Alle Mann an Bord - und alle sind „heiß“ auf den 24. Sieg. Ob „leichtes Spiel“ oder nicht - der TuS Ferndorf stellt sich seinen Aufgaben.

Kooperation mit VfL Gummersbach

Wie schon in unserer gestrigen Ausgabe kurz angedeutet, werden Handball-Bundesligist Der VfL Gummersbach und der TuS Ferndorf im sportlichen Bereich eng zusammenarbeiten. Dies bestätigte der Geschäftsführer des VfL Gummersbach, Frank Flatten und sein TuS-Kollege Dirk Stenger.

Die Kooperation beinhaltet unter anderem den Transfer von Gummersbacher Talenten zum TuS Ferndorf - und das auf Leihbasis. Die entsprechenden Spieler werden in Ferndorf am Trainingsbetrieb teilnehmen, aber auch die morgendlichen Einheiten in Gummersbach unter Trainer Emir Kurtagic absolvieren.

„Diese Kooperation macht für alle Beteiligten Sinn. Der TuS Ferndorf kann sich auf junge, talentierte Spieler freuen und die Spieler selbst entwickeln sich beim TuS weiter, bekommen deutlich mehr Spielanteile und werden an die Erfordernisse der 1. Bundesliga herangeführt“, so VfL-Geschäftsführer Frank Flatten.

Ebenso freut sich der TuS Ferndorf auf die gemeinsame Arbeit: „Durch die regionale Nähe bietet diese strategische Zusammenarbeit eindeutige Vorteile. Unser Spieler-Kader wird aufgewertet, die vom VfL ausgeliehenen Spieler können ihr Potenzial jede Woche bei uns in der Liga unter Beweis stellen. Der VfL Gummersbach erhält Spieler zurück, die eine gute Förderung genießen“, ist Dirk Stenger überzeugt.