Auch ohne Vollgas zum 19. Sieg

Auszeit: Trainer Erik Wudtke gefiel nicht alles im Spiel seiner Mannschaft gegen Soest.
Auszeit: Trainer Erik Wudtke gefiel nicht alles im Spiel seiner Mannschaft gegen Soest.
Foto: WP

Kreuztal..  So ein ganz runder Handball-Abend war es in Kreuztal nicht. Dafür hakte es bei dem letztlich sicheren 34:25 (18:13)-Erfolg des TuS Ferndorf - der 19. Sieg in Folge - gegen Aufsteiger Soester TV allzu sehr im Gefüge. Trainer Erik Wudtke, der Dinge wie technische Fehler und Ballverluste in der Vorwärtsbewegung gar nicht gerne sieht, wirkte daher am Ende auch nicht ganz glücklich, als er zum Statement im Foyer der Sporthalle Stählewiese antreten musste.

„Es hat mir nicht alles gefallen“, drückte er sich vorsichtig aus, denn eine Mannschaft, die 19 Mal in Serie gewinnt, mag ein Trainer nicht niedermachen. Vielmehr gilt es, sie nach dem Spiel gegen einen Aufbaugegner wie dem Tabellenvorletzten - gerade im Hinblick des von allen heiß erwarteten Drittliga-Endspiels am kommenden Freitag - aufzumuntern.

Kein Vorwurf

Und das tat Erik Wudtke auf seine Weise: „Ich denke, wer 19 Siege einfährt, der sollte auch dazu in der Lage sein, den 39. und 40. Punkt am Freitag aus Hagen mitzunehmen.“ Kein Vorwurf also an sein Team, das er weitestgehend in Schutz nahm und auch schonte, was die Spielzeit einzelner Akteure betraf. So war Wudtke in der komfortablen Lage, bereits nach 41 Minuten Perspektivspieler wie Philipp Keusgen und Kai Ronge zu bringen und sie bis zum Schluss auf dem Feld zu lassen.

Dass gerade im Zusammenspiel mit diesen beiden der eine oder andere Patzer hinzunehmen war, schmerzte also niemanden richtig. Dazu war dem Gegner der Zahn dieses Spiels längst gezogen worden. Bei acht Treffern Vorsprung in dieser 42. Minute (25:17) konnte ein Gang runter geschaltet werden. ohne sich einer Gefahr auszusetzen. Die Soester waren zu diesem Zeitpunkt besiegt. „Da fehlte uns einfach die Kraft, um gegen diese Mannschaft über 60 Minuten Volldampf zu geben“, zuckte Trainer Dirk Lohse mit den Schultern.

„Wir müssen sehen, dass wir in den für uns wichtigen Spielen unsere Punkte holen.“ Schwer genug wird das für die Soester. Zehn Zähler müssten es nach Lohses Rechnung noch sein.

Einmal durchpusten

Nun, das sind Sorgen, die sich der TuS vor dem Spiel der Spiele am Freitag in Hagen nicht machen muss. Die Mannschaft ist nicht außer Form, sie hat nach den vielen Spielen auf hohem Niveau - auch gegen schwächere Gegner - auch mal eine kleine Auszeit verdient.

Und die Fans auf der Tribüne wissen eh, worauf es ankommt: „Hagen schlagen“ forderten sie auf einem Transparent unterm Hallendach. Was anderes zählt in dieser Saison vor dem Duell der Besten sowieso nicht.

Also: Einmal durchpusten, Kräfte mobilisieren und weiter machen wie bisher - dann kann das Spiel in Hagen ruhig kommen...