Auch ohne offiziellen Meistertitel attraktiv

Hesselbach..  Großer Andrang auf dem Gletscher: Mehr als 120 Polizisten aus Nordrhein-Westfalen und Hessen stürzten sich am Freitag auf Skiern und Snowboards in den Steilhang. Zum 14. Mal veranstaltete die Bad Berleburger Wache im Namen der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein dort die offenen Meisterschaften im Riesenslalom.

Teilnehmerzahl steigt wieder

In jüngster Vergangenheit nahmen in der Regel zwischen 60 und 70 Polizisten an der Veranstaltung teil. Der große Zuspruch in diesem Jahr freut die Organisatoren um den Berleburger Hauptkommissar Bernd Dickel. So waren diesmal besonders viele junge Beamtinnen und Beamten am Start, dazu hat sich die Zahl der Gäste aus Hessen sowie der Snowboarder vervielfacht – insgesamt 15 Teilnehmer kamen aus dem Nachbarland zur Meisterschaft, 25 Polizisten rasten auf dem einzelnen Brett dem Ziel entgegen. Bernd Dickel findet: „Diese Veranstaltung ist ein besonderes Aushängeschild für unsere Behörde!“ Tatsächlich kommen viele Sportler schon seit mehreren Jahren zum Wettkampf in das Wittgensteiner Land. Und das obwohl die Alpin-Meisterschaft, die früher als Landesmeisterschaft auch Qualifikationswettkampf für die Deutschen Polizeimeisterschaften war, ihren offiziellen Charakter schon vor zwölf Jahren verloren hat.

Damals verschwanden der alpine und nordische Skisport aus dem Wettkampf-Programm der Behörde. Seitdem ist der „Ritt über den Gletscher“ eine offene Meisterschaft für Jedermann und anstelle einer Dienstveranstaltung reines Privatvergnügen. „Alle Teilnehmer haben sich für diesen Tag Urlaub genommen“, erklärt Bernd Dickel.

Bewährte Zusammenarbeit

Unterstützt werden die Organisatoren aus der Behörde von ehemalige Kollegen und Ehrenamtlichen des SV Oberes Banfetal. Gemeinsam sorgen die Helfer für einen reibungslosen Ablauf: von der Vorbereitung der Piste über die Vergabe der Startnummern bis zur Mitarbeit als Streckenposten. Nach fünf Stunden ist schließlich der letzte Fahrer im Ziel.

Und auf die Ehrung der Sieger folgt die Pflege der Gemeinschaft. „Viele kennen sich seit langer Zeit, sehen sich aber nur dieses eine Mal im Jahr“, weiß Bernd Dickel. Auch deshalb hat diese Meisterschaft ihren hohen Stellenwert bis heute behalten.