Aschermittwoch ist alles vorbei

Die Narren sind los. In den Hochburgen am Rhein schwappt die Freude über. Oft uferlos. Wer denkt an diesen tollen Tagen schon an Sport? Auch in Moers am Niederrhein ebbt diese Welle noch längst nicht ab. Denn das närrische Volk ist auch dort dieser Tage außer Rand und Band.

Wie sehr, das haben die Volleyballer des Moerser SC kund getan. Die, immerhin eine Mannschaft aus der vierten Liga, die auch im Volleyball Regionalliga heißt, gaben bekannt, dass sie nicht ins traditionell karnevalsfreie südliche Siegerland zu reisen gedenken.

Aus personellen Gründen, wie es am Donnerstag noch hieß. Klar: Beim Ausmaß der dort angedachten Feierlichkeiten ist diese Begründung noch nicht mal aus der Luft gegriffen. Denn wer stürzt sich schon aus Jubel, Trubel, Heiterkeit nach fast 200 Kilometern Anreise ans Netz und muss sich dann noch anstrengen beim Pritschen und Baggern? Das macht man dann doch höchstens im übertragenen Sinne.

Nun, wie gesagt, die Anreise heute Abend nach Burbach sparen sich die Moerser. Sie verschenken auch keine Kamelle, sondern lieber die Punkte. Die Dresselndorfer Volleyballer freut das. denn auch sie müssen nicht aufs Parkett und bekommen drei Zähler gratis. Ihr Blick geht daher auch gespannt in Richtung Münsterland, wo das Spitzenspiel zwischen Münster-Gievenbeck und Tabellenführer Fischenich steigt.

Bei dem geringen Abstand zur Spitze könnte das doppelten Dresselndorfer Grund zur nicht-karnevalistischen Freude geben.

Genug der Narretei. Am Aschermittwoch ist alles vorbei.